Länder

Landtag Sprecher bekräftigt Vorgaben

Trinkverbot im Plenarsaal

Archivartikel

Mainz.Essen und Trinken ist im Plenarsaal in Mainz formal verboten. Dabei sind Zehn-Stunden-Tage im Landtag keine Seltenheit. Und die Mittagspause wird oft gestrichen, damit sich die Debatten nicht zu lang in den Abend ziehen. Ausnahmen – also ein Glas Wasser – gibt es am Rednerpult und mitunter auch am Präsidiumsplatz, wie Landtagssprecher Marco Sussmann berichtete.

Die Abgeordneten können das Plenum aber während der Debatten verlassen, um etwas zu trinken oder zu essen. Von der kommenden Plenarsitzung an wird der Landtag zusätzlich zwei Wasserspender an der Besuchertribüne aufstellen, kündigte Sussmann an. „Getränke dürfen jedoch von dort nicht mit in den Plenarsaal genommen werden.“ Das Verbot gelte vor allem aus Respekt vor der Würde des Hauses. Im Bundestag war es am Donnerstag binnen weniger Stunden zu zwei medizinischen Notfällen gekommen. Ein Abgeordneter der CDU musste seine Rede wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen. Am Abend brach nach Angaben von Beobachtern eine Parlamentarierin der Linken während einer namentlichen Abstimmung zusammen. Die Linken-Abgeordnete Anke Domscheit-Berg kritisierte die Arbeitsbedingungen als „unmenschlich“. lrs