Länder

Zählung Frankfurt liegt mit 380 000 Pendlern an der Spitze

Umland soll Nahverkehr ausbauen

Archivartikel

Frankfurt.Um den wachsenden Pendlerstrom zu bewältigen, hat Frankfurt seine Umlandgemeinden zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aufgefordert. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) nannte gestern zwei U-Bahn- und mehrere Straßenbahnlinien, die verlängert werden müssten. Leider gebe es in den Kommunen teilweise deutliche Ablehnung, wenn es um solche Pläne gehe.

Oesterling legte Ergebnisse einer Verkehrszählung aus dem vergangenen Jahr vor, wonach der Autoverkehr in der Innenstadt in den vergangenen 30 Jahren um rund 30 Prozent gesunken, an der Stadtgrenze aber im gleichen Maß gestiegen sei. Frankfurt liegt mit fast 380 000 Einpendlern und fast 100 000 Auspendlern bundesweit an der Spitze.

Neue U-Bahn-Verbindungen

Der SPD-Politiker verwies auf die seit Langem umstrittenen Pläne zur Regionaltangente West, von der er hoffe, dass in den kommenden zwei Jahren der erste Spatenstich absolviert werden könne. Zudem müssten U-Bahn-Verbindungen bis Bad Homburg und Steinbach im Taunus gebaut werden. Die bislang an den Stadtgrenzen von Offenbach und Neu-Isenburg endenden Straßenbahnlinien sollten zudem verlängert werden.

Zugleich zeigten die Messungen zum sinkenden Autoverkehr in der Innenstadt, dass die Pläne zur teilweisen Sperrung des nördlichen Mainufers für Autos durchgeführt werden könnten. Zur Diskussion über den Bau von Seilbahnen in Frankfurt äußerte sich Oesterling skeptisch. Auch hier gelte das Planungsrecht. Bürger, über deren Grundstücke eine Linie führen soll, könnten Einspruch erheben. lhe