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Silvester Mannheim, Worms und Ludwigshafen betroffen

Umwelthilfe geht gegen Böller vor

Archivartikel

Berlin/Stuttgart.Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will das Silvester-Feuerwerk in mehreren baden-württembergischen Städten mit hoher Feinstaubbelastung verhindern. Dazu zählen auch Esslingen, Heilbronn, Ludwigsburg, Mannheim, Markgröningen, Reutlingen, Stuttgart und Tübingen. „Wir wünschen uns weiterhin freudige Feste zum Jahreswechsel – aber ohne verpestete Luft, brennende Häuser, verletzte Menschen und verängstigte Tiere durch archaische Schwarzpulver-Böllerei“, erklärte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Mittwoch in Berlin.

Sprengstoffrecht ändern

Die Umwelthilfe hat nach eigenen Angaben bundesweit insgesamt 98 Städte mit hoher Feinstaubbelastung im Jahresmittel aufgefordert, „die für Luftqualität, Gesundheit und Tierwelt schädliche Böllerei“ in den Stadtzentren zu verbieten. In Hessen sind unter anderem Darmstadt und Frankfurt, in Rheinland-Pfalz unter anderem Ludwigshafen, Worms und Mainz betroffen.

An Silvester gelange in vielen Städten etwa ein Sechstel der Feinstaubmenge in die Luft, die sonst das ganze Jahr über aus dem Straßenverkehr komme, mahnte Resch. Viele Städte haben auch schon Einschränkungen, etwa um alte Fachwerkhäuser vor Bränden an Silvester zu schützen.

Um den Städten ein Verbot von Silvester-Feuerwerk zu erleichtern, sollte Bundesumweltministerin (BMU) Svenja Schulze (SPD) sich für eine Änderung der Sprengstoffverordnung oder des Gesetzes gegen Luftverschmutzung einsetzen, forderte die DUH. Das BMU teilte mit: „Die Bundesregierung beabsichtigt, mittelfristig das Sprengstoffrecht zu novellieren, dabei werden auch weitere Einschränkungen im Hinblick auf Feuerwerkskörper geprüft.“ lsw

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