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Bildung Auch Hohenheim kritisiert Finanzierung

Uni fordert mehr Geld

Stuttgart.Der Druck der klammen Universitäten auf das Land nimmt zu. Nach der Freiburger Hochschule fordert nun auch die Universität Hohenheim in Stuttgart mehrere Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, um steigende Kosten auszugleichen. Den Universitäten stünden rund 34 Prozent weniger Mittel pro Student zur Verfügung als vor 20 Jahren, heißt es in einem Appell der Hochschule.

„Das Geld fehlt bei der Ausbildung künftiger Fachkräfte genauso wie bei der Forschung und Förderung der Innovationskraft, um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu sichern“, beklagt der Senat. Das Land müsse die Schere zwischen der notwendigen und der tatsächlichen Finanzierung schließen.

Ministerin verweist auf Vertrag

„Um den gewachsenen Bedarf an Studienplätzen zu befriedigen, fahren die Universitäten seit Jahren Überlast“, kritisiert Rektor Stephan Dabbert. „Sie müssen Flächen anmieten und kämpfen mit einem millionenschweren Sanierungsstau.“

Zuvor hatte schon die Freiburger Albert-Ludwigs-Universität Alarm geschlagen. Universitäten seien Motoren der Wissensgesellschaft, hatte der Senat betont. „Um diese Rolle adäquat ausfüllen zu können, benötigen Universitäten eine auskömmliche Finanzierung und finanzielle Planungssicherheit.“

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) spricht von „intensiven Gesprächen“ mit den Hochschulen. „Mit dem neuen Hochschulfinanzierungsvertrag wollen wir die Grundfinanzierung weiter stärken.“ lsw