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Kriminalität Nach Cyber-Attacke soll Technik moderner werden

Uni Gießen wappnet sich für die Zukunft

Archivartikel

Gießen.Die Uni Gießen nimmt rund einen Monat nach der schweren Cyber-Attacke schrittweise weitere IT-Komponenten in Betrieb – und will auch einen Nutzen aus ihrem „digitalen Notstand“ ziehen. Man wolle nicht einfach zurück zum Status vor dem Angriff, sagte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee am Freitag. Das IT-System solle so neu strukturiert werden, „dass wir maximal gut vorbereitet sind für zukünftige noch ausgeklügeltere Cyber-Attacken“.

Deren Zahl werde weiter steigen und neue Dimensionen annehmen, sagte er mit Blick auf ähnliche Vorfälle in den vergangenen Wochen. Die Lage an der Gießener Uni sah der Präsident zudem als Chance für mehr Sicherheit – auch für andere hessische Institutionen. Die Erfahrungen aus der Attacke werden nach Angaben der Hochschule „intensiv“ mit dem Wissenschaftsministerium in Wiesbaden diskutiert, damit auch alle anderen Landeseinrichtungen davon profitieren können. „Alle sind sich bewusst: Wir sind vulnerabel (verletzlich) in der IT-Sicherheit, weil die Angriffe immer ausgeklügelter werden“, sagte Mukherjee.

Die Uni Gießen ist seit dem Angriff mit einer Schadsoftware am 8. Dezember weitestgehend im Off-line-Modus. Die Server hatten aus Sicherheitsgründen heruntergefahren werden müssen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Ermittlungen aufgenommen. Hochschulmitarbeiter sowie externe Berater arbeiten daran, die Systeme wieder zum Laufen zu bringen. Erste Dienste funktionieren wieder. Und: Daten seien nicht verlorengegangen, sagte der Leiter des Hochschulrechenzentrums, Michael Kost. lhe