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Bildung Direktion zieht Konsequenzen aus negativem Abschneiden bei vergangenem Wettbewerb

Uni will Exzellenz-Strategie verbessern

Archivartikel

Frankfurt.Das schlechte Abschneiden der Frankfurter Goethe-Universität bei der Exzellenzstrategie war aus Sicht der Hochschulleitung ein heilsamer Schock. „Klar war das ein Tiefschlag“, sagte die Präsidentin der Goethe-Universität, Birgitta Wolff, der Deutschen Presse-Agentur. Sieben von acht Projektskizzen hätten sich als „Lattenschüsse“ erwiesen. „Damit gewinnt man kein Turnier.“

Die Zeit seit Verkündung der Ergebnisse habe man intensiv genutzt, um die Ursachen zu analysieren und neue Lösungen zu entwickeln. Eine Erkenntnis: „Wir haben viele tolle Forscherpersönlichkeiten, aber wir haben ein Defizit, wenn es darum geht, sie für große Verbundprojekte zu gewinnen“, sagte Wolff. An zukünftige Förderrunden will sie „noch strategischer herangehen“. Einige Forscher hätten grundsätzlich Vorbehalte gegen „das Hineinsteuern des Präsidiums“ bei der Formulierung von Förderanträgen. Diese Kritik sei leiser geworden. „Daraus ergeben sich auch neue Chancen“, ergänzte Wolff.

Drei „Powerteams“ seien im Exzellenzwettbewerb erst gar nicht angetreten: Ein Projekt solle in ein Fraunhofer-Institut übergehen, eines ein Leibniz-Zentrum werden, das Dritte arbeite schon jetzt mit einem außeruniversitären Partner zusammen. „Drei super Projekte, die damit in eine permanente uni-unabhängige Finanzierung gehen, während man bei der Exzellenz-Strategie alle sieben Jahre bei null anfängt“, so Wolff.

Viel Geld von Bund und Ländern

Beim Exzellenzwettbewerb erhalten Universitäten hohe Summen von Bund und Ländern. Die geförderten Verbund-Projekte („Exzellenzcluster“) werden in einem aufwendigen Verfahren ausgewählt. Sie bekommen dann für sieben Jahre insgesamt fast 2,7 Milliarden Euro. Hochschulen, die in einer Runde mindestens zwei neue Cluster bewilligt bekommen, dürfen sich um den begehrten Titel „Exzellenzuniversität“ bewerben. In Hessen gibt es fünf Universitäten, dazu gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Universität Kassel und die Philipps-Universität in Marburg. lhe