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Gesundheit Krankenhaus schreibt rote Zahlen

Uniklinik Mainz baut 100 Stellen ab

Archivartikel

Mainz.Die Universitätsmedizin Mainz ist im vergangenen Jahr so tief in die roten Zahlen gestürzt wie nie zuvor. Der Jahresfehlbetrag stieg um etwa 80 Prozent auf 59,7 Millionen Euro, wie der Vorstandsvorsitzende Norbert Pfeiffer am Mittwoch mitteilte. „Wir haben ein schlechtes Ergebnis, das ist überhaupt keine Frage.“ Den großen Sprung im Vergleich zum Vorjahr mit einem Defizit von 33,1 Millionen Euro führte er auf die Gebäudesanierung sowie auf zusätzliche Rückstellungen zurück.

Die Rückstellungen ergaben sich aus steuerlichen Gründen, wegen neuer gesetzlicher Anforderungen oder auch aufgrund von zahlreichen Klagen der Krankenkassen. Auch die Personalkosten sind gestiegen. Für das laufende Jahr sieht der Wirtschaftsplan den Abbau von 100 der etwa 5700 Vollzeitstellen vor. Gekürzt werde in allen Bereichen mit Ausnahme der Pflege, sagte Vorstandsmitglied Christian Elsner, der im Januar die kaufmännische Leitung übernahm.

Neben allgemeinen Belastungen gebe es auch eine Reihe von Besonderheiten, sagte Pfeiffer. „Wir sind das einzige Universitätsklinikum in Rheinland-Pfalz und zugleich das Stadtkrankenhaus von Mainz.“ Die Gebäude seien vor mehr als 100 Jahren mit anderen Anforderungen errichtet worden und stünden teilweise unter Denkmalschutz. An baulichen Veränderungen nannte er die Fertigstellung der Transfusionsmedizin bis 2020, den Bau einer Zahnmedizinklinik, neue Forschungsbauten, die Erweiterung der Herzmedizin und die Krebsklinik. lrs