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Bildung Neue Orientierungsstudiengänge in Frankfurt und Kassel / Zahl der Wechsler und Abbrecher soll sinken

Universitäten bieten „360-Grad-Rundumpaket“ an

Frankfurt.Hilfe bei der Studienwahl: Die Frankfurter Goethe-Universität bietet unentschlossenen Studenten künftig zwei Orientierungsstudiengänge. Mit dem Pilotversuch „Goethe-Orientierungsstudium“ wolle man die Zahl der Studienwechsel oder -abbrüche reduzieren, sagte der Vizepräsident der Universität, Roger Erb, am Mittwoch in Frankfurt. Auch an der Universität in Kassel gibt es ab kommendem Wintersemester einen Orientierungsstudiengang. Andere hessische Universitäten verzichten bislang auf zusätzliche Angebote.

An der Goethe-Universität soll im Herbst der achtsemestrige Bachelorstudiengang Natur- und Lebenswissenschaften starten – die ersten beiden Semester sollen als Orientierung dienen. Vom Sommersemester 2020 an ist ein fachübergreifendes Orientierungsstudium in den Geistes- und Sozialwissenschaften geplant. Nach Angaben der Goethe-Uni sind beide Studiengänge Bafög-fähig und richten sich an Studenten, die sich noch nicht auf ein bestimmtes Studienfach festgelegt haben.

Chemie und Meteorologie

Mit den neuen Angeboten wolle die Universität ein „360-Grad-Rundumpaket“ anbieten, sagte Projektkoordinatorin Bianca Bertulat. So erhielten Studenten einen Einblick in unterschiedliche Studienfächer wie Chemie oder Meteorologie. Man lehre den jungen Menschen aber auch das wissenschaftliche Handwerkszeug und helfe, ein mögliches Berufsfeld in den Blick zu nehmen, sagte Bertulat. Erst ab dem dritten Semester müssten sich die Studenten für eines der Fächer entscheiden.

Auch an der Universität Kassel gibt es vom kommenden Herbst an einen Orientierungsstudiengang. „Wir haben sozusagen den Zwilling zu Frankfurt“, sagte Uni-Sprecher Sebastian Mense. Das Angebot „plusMint“ umfasse die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Neue Studierende könnten sich hier für zwei Semester einschreiben und bekämen noch ein besonderes Beratungsangebot dazu. Gerade in diesem Bereich sei die Zahl der Abbrecher hoch. Gefördert werden die neuen Studiengänge vom hessischen Wissenschaftsministerium. dpa