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Justiz Prozess um drei ertrunkene Kinder abgelehnt

Unklar, wer zuständig ist

Archivartikel

Neukirchen.Die juristische Aufarbeitung der Tragödie um drei in einem Dorfteich in Nordhessen ertrunkene Geschwister verzögert sich wegen eines Hin und Her bei den Gerichten weiter. Zwar ist seit September 2017 Anklage gegen den Bürgermeister von Neukirchen erhoben. Die Staatsanwaltschaft Marburg wirft Klemens Olbrich (CDU) fahrlässige Tötung vor. Jedoch ist unklar, wie und wann es in dem Fall weitergeht.

Beim Amtsgericht Schwalmstadt lag zuletzt die Entscheidung zur Zulassung der Anklage und einer Prozesseröffnung. Nach langer Prüfung teilte das Gericht auf Anfrage mit: Der Strafrichter halte seine Zuständigkeit „wegen der Bedeutung der Sache“ für nicht gegeben. Die Akten sollen nun dem Landgericht Marburg vorgelegt werden. Es hat zu entscheiden, ob es den Fall übernimmt oder ihn wieder zurück an das Amtsgericht Schwalmstadt verweist.

Die drei Kinder im Alter von fünf, acht und neun Jahren waren am Abend des 18. Juni 2016 im Teich ertrunken. Laut Staatsanwaltschaft versäumte es Bürgermeister Olbrich als Verantwortlicher für Sicherungsmaßnahmen, den Löschteich als potenzielle Gefahrenquelle abzusichern und einzuzäunen. lhe