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Bildung Kultusministerin plant neue Studie zum Unterricht

Vertretung oft Betreuung

Stuttgart.Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will den Unterrichtsausfall an den Südwest-Schulen schonungslos aufdecken. Bei der Erhebung ausgefallener Stunden werde künftig auch die Unterrichtsvertretung in den Blick genommen, sagte Eisenmann in Stuttgart. „Wir wollen hier in einem zweiten Schritt im Winter auch analysieren, ob im Sinne von Fachlichkeit vertreten wird – zum Beispiel Mathe durch einen anderen Mathelehrer – oder ob es eine Betreuung ist, die nichts mit Unterricht zu tun hat.“

Das Ministerium hatte im Juni zum ersten Mal an allen öffentlichen 4500 Schulen des Landes den Unterrichtsausfall abfragen lassen. Bislang war dieser immer nur stichprobenartig an 15 Prozent der Schulen erfasst worden.

Nach Angaben des Landeselternbeirats wird an Grundschulen schon mal die eine oder andere Mutter eingesetzt, und zwar nicht zur Nachmittagsbetreuung, sondern am Unterrichtsvormittag. Denn die Schulen dürfen die Schüler auch bei Krankheitsfällen im Kollegium nicht früher nach Hause schicken als im Stundenplan vorgesehen.

Eisenmann wunderte sich über das Fehlen einer Statistik zu dem Thema. „Es gibt eine Arbeitslosenstatistik, eine Verkehrssünderstatistik, aber ausgerechnet in der Bildung arbeiten wir immer nur mit Grobstatistiken.“ Eine seriöse Datenaufnahme sei wichtig für die Analyse des Status quo. „Wir müssen wissen, wo wir stehen, um die Situation zu verbessern.“ lsw