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Veranstaltung Rüsselsheim musste bei Ausrichtung 2017 tief in die Tasche greifen

Vier Millionen Euro Defizit bei Hessentag

Archivartikel

Rüsselsheim.Rüsselsheim hat den Hessentag 2017 mit einem Verlust von rund 4,6 Millionen Euro abgeschlossen. Wie die Stadt gestern mitteilte, wird wegen der hohen Kosten für die Sicherheit allerdings vom Land noch eine anteilige Erstattung in Höhe von bis zu 900 000 Euro erwartet. Damit könne das Defizit auf rund 3,7 Millionen Euro reduziert werden.

Vorläufige Berechnung

Die Zahlen basieren auf einer vorläufigen Endabrechnung der größten Stadt im Kreis Groß-Gerau. Defizite in Millionenhöhe waren bei den Landesfesten in der Vergangenheit die Regel. Wie hoch das Defizit der nordhessischen Stadt Korbach in diesem Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.

Gastgeber des Landesfests wird nächstes Jahr Bad Hersfeld. 2020 wird in Bad Vilbel bei Frankfurt das 60. Landesfest gefeiert. Ein Jahr später ist Fulda dran. Die Stadt Herborn hatte 2016 rund 1,84 Millionen Euro zuschießen müssen, damit aber auch gerechnet. Hofgeismar hatte 2015 einen Verlust von knapp 1,68 Millionen Euro gemacht. Teuer war das Landesfest auch für das südhessische Bensheim, das 2014 ein Defizit von knapp fünf Millionen Euro verbuchte.

Kassel machte 2013 ein Minus von 4,63 Millionen Euro, und Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis verzeichnete 2012 einen Verlust in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Das höchste Defizit in den vergangenen Jahren fuhr Stadtallendorf im Jahr 2010 mit 5,9 Millionen Euro ein. Aber die Zahlen sind mit Bedacht zu betrachten: In diesen Summen sind, bis auf das Beispiel Hofgeismar, die jeweiligen Landeszuschüsse nicht berücksichtigt. dpa