Länder

Bildung Eisenmann setzt auf bundesweite Aufgaben

Vorstoß zu gleichem Abi

Stuttgart.Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU, Bild) will sich heute bei der Kultusministerkonferenz (KMK) für eine Vereinheitlichung der Abituraufgaben stark machen. „Bislang ist es so, dass die Länder auf die Aufgaben zugreifen können, aber nicht müssen. Außerdem steht es den Ländern frei, die Aufgaben nach eigenen Gesichtspunkten zu verändern. Wenn wir bundesweit mehr Vergleichbarkeit wollen, dann müssen wir uns auch zutrauen, von Flensburg bis Freiburg die gleichen Aufgaben im Abitur einzusetzen. Alles andere ist aus meiner Sicht nicht befriedigend“, sagte sie dieser Zeitung.

Seit 2017 steht den Ländern ein Pool zur Verfügung, aus dem sie ihre Prüfungsaufgaben auswählen können. Ob sie dies tun, bleibt ihnen überlassen. Weiter will Eisenmann für eine einheitlichere Linie der Länder bei den Grundschulempfehlungen werben. „Was wir brauchen, ist mehr Vergleichbarkeit und mehr verbindliche, qualitätsorientierte Zusammenarbeit in unserem Bildungswesen“, sagte Eisenmann. Sie stehe zwar zum Föderalismus im Bildungswesen, doch sie sei der Meinung, „dass wir uns weiterentwickeln und neue Antworten finden müssen. Das ist derzeit eine der größten Herausforderung der KMK“.

Zentrales Thema bei der KMK ist der Digitalpakt. mis