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Kriminalität Mutmaßlicher Bankräuber festgenommen

Vorwurf: 20 Überfälle

Korbach/Frankfurt.Hessischen Ermittlern ist möglicherweise ein langjähriger Serienbankräuber ins Netz gegangen. Dem 45-Jährigen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein würden 20 Überfälle auf Banken und ein Geschäft vorgeworfen, erklärten gestern die Polizei des Kreises Waldeck-Frankenberg und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Seit 2002 habe der Festgenommene Raubüberfälle in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen begangen.

Wegen der Taten soll sich der 45-Jährige bald vor dem Landgericht Limburg verantworten. Zum Verhängnis wurde ihm sein mutmaßlich letzter Coup: Mit einem Schal und einer Baseballmütze maskiert soll er am 2. Januar die Waldecker Bank im hessischen Diemelsee-Adorf mit vorgehaltener Pistole überfallen haben. Die Beute war eher gering: Laut Polizei lag der Betrag im vierstelligen Bereich.

Einsatz an Landesgrenze

Obwohl die Fahndung zunächst erfolglos blieb, kamen die Ermittler dem Mann auf die Spur. Bei einem Polizeieinsatz im nahe der Landesgrenze gelegenen Erndtebrück im Kreis Siegen-Wittgenstein nahmen hessische Spezialeinheiten den 45-Jährigen fest.

Danach übernahm eine präsidiums- und länderübergreifende Arbeitsgruppe der Polizei die Ermittlungen. Ihr Ergebnis: „Der Angeschuldigte steht im Verdacht, seit circa 20 Jahren eine Vielzahl von Raubüberfällen in verschiedenen Bundesländern begangen zu haben“, erklärten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft.

Sie legen dem Mann eine lange Liste mit Taten zur Last. Diese reicht vom Überfall auf ein Geschäft in Gießen im Oktober 2002 bis hin zum Überfall auf die nordhessische Bank im Januar. Kommenden Dienstag wollen die Ermittler weitere Details zu dem Fall bekanntgeben. lhe