Länder

Landtag II Internetprogramm schlägt Parteien vor

„Wahl-O-Mat“ als Hilfe

Archivartikel

Wiesbaden.Einen Monat vor der Landtagswahl steht für die hessischen Wähler erstmals ein „Wahl-O-Mat“ zur Verfügung. Er soll sie bei der Entscheidung zur Stimmabgabe unterstützen. Der Direktor der Landeszentrale für Politische Bildung, Alexander Jehn, hat ihn gestern im Landtag in Wiesbaden freigeschaltet. Ein „Wahl-O-Mat“ ist ein Frage-und-Antwort-Tool im Internet, das zeigt, welche Parteien der eigenen politischen Position am nächsten stehen. Gewählt wird am 28. Oktober.

Zielgruppe: junge Menschen

Im Rahmen der Jungwählerkampagne „Dein erstes Mal“ soll die Online-Wahlhilfe vor allem auch junge Menschen ansprechen und ihr Interesse an der Politik wecken, wie Jehn sagte. Aus diesem Grund hatte die Landeszentrale 18 sogenannte Jugendredakteure aus ganz Hessen eingesetzt, um die Thesen für den „Wahl-O-Mat“ mit zu erstellen. Die beteiligten 23 Parteien mussten zuvor 80 Thesen beantworten; in der finalen Version blieben 38 übrig, die zudem unterschiedlich gewichtet werden können. Nachdem alle Thesen beantwortet sind, errechnet das Online-Tool eine Übereinstimmung der eigenen Position mit den jeweiligen Parteiprogrammen.

„Der ,Wahl-O-Mat’ ist ein Hungermacher, aber er nimmt einem nicht die Entscheidung der Wahl ab“, meinte Jehn. Er bewerte auch nicht die vergangenen Leistungen der Parteien, sondern beschäftige sich mit den Themen der Gegenwart und der Zukunft. lhe