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Warnung vor Mühlensterben in Hessen

Edermünde/Friedrichsdorf.Mit einer hessenweiten Aktion kämpfen die Betreiber von Wasserkraftanlagen gegen aus ihrer Sicht zu strenge und ungerechtfertigte Umweltauflagen. Laut der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Wasserkraftwerke (AHW) droht einem Großteil der 621 Wassermühlen durch den sogenannten Mindestwassererlass des Landes mittelfristig das Aus. „Das kommt vor allem bei kleinen Anlagen zum Tragen, die ohnehin schon viele wirtschaftliche Probleme haben“, sagte der AHW-Vorsitzende Helge Beyer im Vorfeld einer Veranstaltung im nordhessischen Edermünde. Mit dem Motto „Wasserkraft muss bleiben!“ wollte die Arbeitsgemeinschaft dort auf ihre Nöte aufmerksam machen. Der Erlass des Landes schreibt zum besseren Gewässerschutz Mindestwassermengen in Flüssen vor. Laut Beyer wird dadurch die Stromerzeugung der Anlagen im Durchschnitt um mehr als 20 Prozent sinken. lhe (Bild: dpa)