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Weiter kein Bahnverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden

Karlsruhe.Die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Rastatt und Baden-Baden in Baden-Württemberg könnte nach Angaben der Deutschen Bahn mindestens ein bis zwei Wochen dauern. Fahrgäste müssten sich auf größere Einschränkungen einstellen und mehr Zeit einplanen, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Auf der etwa 20 Kilometer langen Strecke Rastatt-Baden-Baden sei ein Notverkehr mit Bussen eingerichtet worden. "Das läuft stabil, an den Bahnhöfen ist die Lage ruhig." Wie viele Züge oder Fahrgäste von der Sperrung betroffen sind, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Grund für die Probleme sei eine schwerwiegende technische Störung, die mit Bauarbeiten an einem Tunnel zu tun habe. Als Folge davon hätten sich Gleise abgesenkt. Es werde zwar intensiv an der Behebung der Störung gearbeitet - dennoch müsse man davon ausgehen, dass die Sperrung länger gehe, hieß es bei dem Unternehmen.

„Die Züge von Mannheim Richtung Süden enden in Karlsruhe oder Rastatt. Von Karlsruhe müssen Fahrgäste mit dem Regionalzug nach Rastatt und dort den Bus nutzen“, sagte der Bahnsprecher am Sonntagmittag. „Reisende müssen sich auf deutliche Reisezeitverlängerungen einstellen.“ Reisende in Richtung Norden müssen laut dem Bahn-Sprecher keine Verspätungen befürchten.

Aufgrund der Störung ist die Zugbindung aufgehoben, teilte der Sprecher mit. „Wer wegen der Sperrung sein Ticket stornieren will, kann dies kostenlos tun“, sagte er dieser Zeitung. Entsprechend des Fahrgastrechts zahlt die Bahn laut ihrer Internetseite ab 60 Minuten Verspätung 25 Prozent des gezahlten Fahrpreises zurück, ab 120 Minuten 50 Prozent.

Internationale Züge von und nach Paris verkehren nicht über Straßburg und Karlsruhe. Sie halten ersatzweise in Saarbrücken und Mannheim. Zu Verspätungen würde es am Bahnhof Mannheim deswegen nicht kommen, teilte der Bahn-Sprecher dieser Zeitung mit. (dpa/jwd)