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Umfrage Bürger vertrauen eher Polizisten in neutraler Uniform

Weniger Respekt durch Tattoos

Mainz.Wenn ein Polizist tätowiert oder gepierct ist, sinkt das Vertrauen der Bürger in ihn – das ist das Ergebnis einer Umfrage der Polizei in Rheinland-Pfalz. „Ein Uniformierter wird generell kompetenter, vertrauenswürdiger und respektvoller betrachtet als jemand in Zivil“, sagte der Direktor der Hochschule der Polizei, Friedel Durben, gestern im Landtags-Innenausschuss in Mainz. „Je mehr ich mich individualisiere, desto mehr geht dieser positive Effekt der Uniform verloren.“ Der Respekt verringere sich, die Kombination könne sogar bedrohlich wirken.

In einer Umfrage unter 241 zufällig ausgewählten Menschen in Innenstädten, auf Rastplätzen und in der Bahn wurden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Trier Bürger nach ihrem ersten Eindruck auf Polizisten in Uniform pur sowie mit Tattoo, Piercing und einem aus der Hose gerutschten Hemd befragt. Die Umfrage ist Teil mehrerer Studien. Das Innenministerium will die Ergebnisse mit den Polizeipräsidien auswerten. Eine Entscheidung über den weiteren Umgang mit Tattoos ist noch nicht gefallen. Im Februar war im Gespräch, dass das Tattoo-Verbot für Polizisten in Rheinland-Pfalz für kleine sichtbare Tätowierungen gelockert wird.

Bisher sind Polizeibeamten im Land nur dann Tattoos erlaubt, wenn sie beim Tragen kurzärmeliger Hemden nicht zu sehen sind.