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Statistik Gewalt bei Fußballspielen geht zurück

Weniger Verletzte als in Vorsaison

Wiesbaden.Weniger Verletzte, aber in etwa gleich viele Strafverfahren – so lautet die Bilanz der Polizeieinsätze rund um Fußballspiele in Hessen in der vergangenen Saison. Insgesamt wurden in der Saison 2018/2019 bei 157 Fußballspielen 37 Menschen verletzt, wie das Innenministerium in Wiesbaden mitteilte.

In der Vorsaison registrierten die Behörden bei etwas mehr Spielen (167) 48 Verletzte. „Gewalt hat in den Stadien nichts verloren und darf von niemandem verharmlost werden“, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) auf Anfrage in Wiesbaden.

Unter den Verletzten der zurückliegenden Saison waren auch vier Polizisten. In der Vorsaison waren es noch sechs Beamte gewesen. „Es freut mich, dass die Anzahl von verletzten Fußballfans und Polizeibeamten im vergangenen Jahr zurückgegangen ist“, sagte Beuth. „Und ich hoffe, dass es in der kommenden Saison noch friedlicher zugeht und nur die eigentlichen Fußballspiele im Vordergrund stehen.“

„Chaoten machen Sport kaputt“

Der Innenminister forderte die Vereine auf, „gewaltbereiten Chaoten“ keine Bühne zu bieten. Sie machten den Sport kaputt. Die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren blieb in etwa gleich. Sowohl in der abgelaufenen als auch in der vorletzten Saison leitete die Polizei mehr als 250 Strafverfahren ein. Dabei ging es zuletzt vor allem um Körperverletzungen, Beleidigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Zu den vom Ministerium erfassten Begegnungen zählen Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Regionalliga Südwest, Relegation 2. Bundesliga, UEFA Euro League, des DFB-Pokals sowie Test- und Freundschaftsspiele. lhe