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Wildpark Entlaufenes Tier ist unauffindbar

Wolf meidet Futterstellen

Archivartikel

Homberg/Efze.Trotz zahlreicher Sichtungen ist der aus dem Wildpark Knüll entflohene Wolf noch nicht gefangen worden. Das Tier befinde sich weiter in der freien Wildbahn, sagte ein Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises gestern in Homberg (Efze). Der Wildpark gehe weiter allen Sichtungen nach. „Allerdings gibt es vereinzelt auch widersprüchliche Meldungen, die es uns schwierig machen einzuschätzen, ob es sich um den Wolf des Wildparks handelt oder um wolfsähnliche Tiere, also Hunde“, sagte der Sprecher.

In den vergangenen Tagen seien Videoaufnahmen eines Wolfes aus dem südlichen Knüll aufgetaucht, die als authentisch eingestuft würden. Trotzdem sei es nicht gelungen, das Tier mithilfe eines Betäubungsschusses zu fangen. Die vor einigen Tagen angelegten Futterstellen zum Anlocken habe der Wolf bisher gemieden. Zusätzlich stelle man Fallen auf, um das Tier lebendig und unverletzt zu fangen. Dabei würden Orte ausgewählt, die für Menschen unzugänglich seien.

Vor zwei Wochen waren zwei Wölfe aus dem Wildpark ausgebrochen. Ein Wolf wurde aus Sicherheitsgründen erschossen. Der Wildpark ist wegen Sicherungsarbeiten geschlossen. Wann er geöffnet wird, will die Wildparkleitung in der kommenden Woche entscheiden. lhe