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Justiz Ex-Chef und Gutachter verurteilt

Woolrec-Fall: Geldstrafen

Archivartikel

Gießen.Sieben Jahre nach Schließung der umstrittenen Mineralfaserfirma Woolrec im mittelhessischen Braunfels-Tiefenbach sind der frühere Geschäftsführer und ein Gutachter zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach die beiden am Donnerstag des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen beziehungsweise der Beihilfe dazu schuldig. Die Richter gingen von 56 Fällen aus, begangen zwischen 2007 und 2012.

Die Angeklagten hatten sich demnach bei der Herstellung und Kontrolle eines aus gefährlichen künstlichen Mineralfasern bestehenden Produktes nicht an das genehmigte Verfahren gehalten. Der 65 Jahre alte Ex-Geschäftsführer erhielt eine Geldstrafe von 17 150 Euro (490 Tagessätze zu 35 Euro), der 59 Jahre alte Universitätsprofessor eine von 52 500 Euro (350 Tagessätze zu 150 Euro). Damit gelten beide als vorbestraft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. lhe

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