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Immobilien Unternehmernaher Verband kritisiert zu niedrige Mieten in sozialen Unterkünften

Zuschüsse für Wohnungsbau verlangt

Ingelheim.Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) fordert bessere Konditionen für den sozialen Wohnungsbau in Hessen und im Süden von Rheinland-Pfalz. „Es muss sich für die Unternehmen mehr lohnen, in geförderten Wohnungsbau zu investieren“, sagte Verbandsvorstand Axel Tausendpfund.

Im August hatte Hessen zwar die Tilgungszuschüsse erhöht, die ein Unternehmen für den Bau von Sozialwohnungen erhalten kann, gleichzeitig aber die Miete gesenkt, die maximal pro Quadratmeter verlangt werden darf. „Mit der einen Hand wird den Wohnungsunternehmen etwas gegeben und mit der anderen Hand wird es genommen“, kritisiert Tausendpfund. Er fordert daher eine weitere Erhöhung der Zuschüsse bei gleichbleibenden Mieten. „In Rheinland-Pfalz hat man die Zeichen der Zeit früher erkannt“, so Tausendpfund. Dort seien die Zuschüsse höher und die Konditionen besser, weshalb mehr Sozialwohnungen gebaut würden.

Der VdW südwest diskutiert seit gestern auf dem Verbandstag in Ingelheim die aktuellen wohnungspolitischen Herausforderungen in Hessen und in Rheinland-Pfalz. Oberste Priorität hat die Angleichung der Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land. Hierfür fordert der VdW südwest die Stärkung von mittelgroßen Städten, den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus.

Der VdW südwest ist ein Regionalverband des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Er vertritt die Interessen von rund 200 privaten und öffentlichen Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Hessen und dem südlichen Rheinland-Pfalz mit etwa 400 000 Wohnungen. lhe