Länder

Handwerk CDU dringt auf Meisterprämie

Zuschuss von 1500 Euro

Archivartikel

Stuttgart.Die CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg setzt sich weiter für die Einführung einer Meisterprämie ein. Fraktionschef Wolfgang Reinhart und der Abgeordnete Thomas Dörflinger fordern für die Teilnehmer an der Ausbildung zum Handwerksmeister einen einmaligen Zuschuss von 1500 Euro. Das wäre ihrer Ansicht nach ein Ausgleich für die anfallenden Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren. „Die Prämie ist eine Wertschätzung für die Leistung der Meister. Sie ist auch ein Anreiz für junge Menschen, sich auf den Weg einer Meisterausbildung zu begeben“, erklärte Reinhart.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hatte vergeblich um die Aufnahme des Projekts in den Haushaltsentwurf der Regierung gekämpft. Die veranschlagten vier Millionen Euro konnte die Ministerin nicht gegen die Grünen durchsetzen. Der Koalitionspartner plädiert stattdessen für eine Gründerförderung. Bei den laufenden Beratungen des Etats will die Fraktion diese Prämie jetzt doch noch durchsetzen. Reinhart: „Das wäre ein wichtiger Schritt hin zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung.“

Für den Baden-Württembergischen Handwerkstag unterstützt Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel die CDU-Linie: „Die Einführung der Meisterprämie von mindestens 1500 Euro ist eine Kernforderung des Handwerks.“ Zwölf der 16 Bundesländer hätten vergleichbare Regeln. In Hessen und Rheinland-Pfalz sind es 1000 Euro, Bayern zahlt den Meistern sogar 2000 Euro aus. pre

Zum Thema