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Rettungsdienst Innenministerium will nach Gutachten Zahl der Hubschrauber erhöhen

Zwei Helikopter mehr

Archivartikel

Bruchsal.In Baden-Württemberg sollen mehr Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Geplant sind zehn statt bisher acht Maschinen. Das hat der Staatssekretär im Innenministerium, Wilfried Klenk (CDU), in Bruchsal nach der Vorstellung eines Gutachtens zur Luftrettung angekündigt.

Die bisherigen Standorte seien seit den 1970er Jahren „historisch gewachsen“, so Klenk. Um die Luftrettung „noch gezielter“ an den Bedürfnissen der Notfallpatienten auszurichten“, so Klenk, hatte das Land im Herbst 2018 das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement am Klinikum der Universität München mit einem Gutachten beauftragt. Es sollte untersuchen, welche Standorte nötig sind, damit alle Orte in Baden-Württemberg flächendeckend tagsüber binnen 20 Minuten und nachts innerhalb von 30 Minuten durch einen Hubschrauber erreicht werden können.

Die Gutachter haben dazu empfohlen, je einen zusätzlichen Rettungshubschrauber in Osterburken und Lahr zu stationieren. Darüber hinaus sollen drei Standorte verlegt werden: „Christoph 54“ von Freiburg nach Südosten, „Christoph 41“ von Leonberg nach Süden sowie „Christoph 45“ von Friedrichshafen nach Norden. Die Umsetzung dauert laut Klenk aber „voraussichtlich zwei bis fünf Jahre“ – weil es noch Verhandlungen mit Krankenkassen gibt und neue Standorte ausgeschrieben werden müssen.

Zerschlagen hat sich die Mannheimer Hoffnung, dass der hier startende Hubschrauber „Christoph 53“ zur rund um die Uhr einsatzbereiten Maschine aufgewertet wird. Baden-Württemberg bekommt zwar außer Villingen-Schwenningen eine zweite 24-Stunden-Maschine – aber es wird „Christoph 51“ von Stuttgart.

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