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Pandemie Land legt Programm mit 1,5 Milliarden Euro auf

Zweites Hilfspaket für Firmen

Stuttgart.Ein schwerer Einschnitt, eine gigantische Nummer – so bezeichnet Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Corona-Hilfe für die Südwest-Wirtschaft. Die grün-schwarze Koalition hatte zuvor ein zweites, 1,5 Milliarden Euro schweres Hilfspaket geschnürt. „Damit tun wir alles, dass Baden-Württemberg gut durch die Krise kommt. Wir sichern Existenzen, vermeiden Firmenpleiten und schützen Arbeitsplätze“, sagt Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart.

Geplant ist, mit rund 775 Millionen Euro, also gut der Hälfte des Volumens, betroffenen Unternehmen branchenunabhängig zu helfen. Darin enthalten sei eine Liquiditätsbrücke für kleine und mittlere Unternehmen, teilten die Koalitionspartner mit. „Der Mittelstand ist Herzmuskel, Motor und Rückgrat der Wirtschaft – hier ist es richtig, dass wir investieren“, sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart.

Unterstützung für Kultur

Darüber hinaus sollen 330 Millionen Euro der Gastronomie und den Hotels zukommen. Die Schwierigkeiten für die Branche seien mit der jetzigen Öffnungserlaubnis noch nicht vorbei. „Ein Auto kann ich später kaufen, aber ich kann die Schnitzel nicht essen, die ich während der Schließung der Lokale nicht essen konnte“, sagte Kretschmann. Sprich: Die Gastronomie und die Hotels können den Corona-Effekt nicht aufholen und brauchen deshalb Unterstützung.

Weitere 200 Millionen Euro des Hilfspakets sollen an Busunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fließen, 40 Millionen sind für Bustouristik reserviert. Damit sei Baden-Württemberg das erste Bundesland, das der Branche Corona-Hilfe zur Verfügung stellt, loben der Südwest-Busverband WBO und der hiesige Ableger des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Im aktuellen Hilfspaket werden darüber hinaus erstmals Kunst und Kultur sowie Vereine berücksichtigt – hier sollen 40 Millionen Euro Hilfe fließen. Rund 50 Millionen Euro sind außerdem für Vereine in Bereichen wie Sport, Musik und Naturschutz eingeplant. Mit 65 Millionen Euro soll sichergestellt werden, dass alle Schüler im Land einen Laptop oder ein Tablet zur Verfügung haben. 

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