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Staufen Plädoyers im Prozess um Missbrauch durch Spanier

Zwölf Jahre Gefängnis verlangt

Freiburg.Im Prozess gegen einen Spanier nach dem jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen bei Freiburg fordert die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Gefängnis für den 33-jährigen Spanier. Zudem solle unter Vorbehalt anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet werden, sagte Staatsanwältin Nikola Novak gestern vor dem Landgericht Freiburg. Das würde bedeuten, dass über die Sicherungsverwahrung dann erst im Laufe der Haftstrafe entschieden wird.

Die Anwältin der Nebenklage, die vor Gericht das Missbrauchsopfer vertritt, forderte ebenfalls zwölf Jahre Haft sowie die sofortige Anordnung von Sicherungsverwahrung. Die Verteidigerin verzichtete auf konkrete Forderungen. Das Urteil will das Gericht am Montag verkünden. Der Angeklagte hat zugegeben, den heute zehn Jahre alten Jungen mehrfach vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Die Plädoyers waren nicht öffentlich.

Der Spanier ist demnach einer der Männer, die sich an dem Jungen vergangen haben. Der psychiatrische Gutachter hatte dem Mann in dem Prozess ein sexuelles Interesse an Kindern und eine hohe Rückfallgefahr attestiert. Von dem Mann gehe daher eine Gefahr aus. Parallel zu dem Prozess in Freiburg laufen Mordermittlungen gegen den Mann. Er steht im Verdacht, in Weißrussland ein Mädchen missbraucht und erdrosselt zu haben. Er bestreitet diese Vorwürfe. lsw