Leserbrief

Leserbrief: Thema "Unechte Teilortswahl"

An friedlicher Lösung interessiert sein

Der Zorn der aufgewühlten und zu Volksbegehren bereiten Volksseele war in der voll besetzten Kirnauhalle Altheims am 19. November deutlich spürbar. Die Antragsteller der Abschaffung der "Unechten Teilortswahl" fehlten.

Sie waren nicht bereit, mit uns, den Bürgern der Stadtteile, darüber zu reden. Sie wollen ihr unüberlegtes und bürgerfeindliches Vorhaben über unsere Köpfe hinweg rücksichtslos im Stadtrat durchsetzen.

An der "Unechten Teilortswahl" sollte nicht gerüttelt wurden, so war die einheitliche Meinung aller Räte in einer Stadtratssitzung vor der Wahl. Und nun nach der Wahl dieser hinterlistige und rücksichtslose Umgang mit den Bürgern der Ortsteile.

Schade, dass dadurch die Bemühungen einer ganzen Generation, um eine vertrauensvollen Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen schweren Schaden erlitten haben. Die Zusage von Vertretern der Antragsteller, auch ohne "Unechte Teilortswahl" als verlässliche Partner auf Ausgewogenheit zu den Ortsteilen zu stehen, scheint unter diesem hinterlistigen Vorgehen nicht glaubwürdig zu sein.

"Große Aufgaben stehen vor uns und die Bewältigung schwerer Probleme. Da bedarf es einer vertrauensvollen Zusammenarbeit". So Bürgermeister Markus Günther. Ich halte es für brandgefährlich, in dieser schwierigen Zeit des Um- und Aufbruchs den Spaltpilz mit all seinen Folgen für den Frieden und das Wohl aller in die Bürgerschaft hinein zu tragen.

Wir bitten die Fraktionen SPD, DCB, WBV-FW und WAL, ihr Vorhaben noch einmal zu überdenken. Segen oder Fluch für die Zusammenarbeit wird künftig davon abhängen. Auch den Bürgern der Kernstadt Walldürn dürfte es nicht gleichgültig sein, die Wallfahrtsstadt Walldürn so unnötigerweise in Verruf zu bringen. Wir wollen und sollten alle an einer friedlichen Lösung interessiert sein.