Leserbrief

An Zuschauer des SV Waldhof denken

Zu den Leserbriefen „Geld besser anlegen als im SVW-Stadion“ vom 4.12.:

Ich finde es eine absolute Frechheit, was Bürger so alles loslassen. Der SV Waldhof macht die Stadt in ganz Deutschland bekannt und nicht nur negativ. Die Einnahmen, die die Stadt durch die ganzen Zuschauer bekommt, werden gerne vergessen. Als vor Jahren die TSG Hoffenheim im Stadion spielen musste und Herr Hopp eine Stange Geld in das Stadion stecken musste, hat die Stadt auch schon gespart. Wenn in das Nationaltheater enorme Summen gesteckt werden, regt sich auch keiner auf und da reden wir nicht über ein, zwei Millionen. Das Geld finde ich persönlich, wäre an anderen Stellen auch besser aufgehoben. Also liebe Leute, denkt nicht nur an euch, sondern vielleicht auch mal an die mindestens 5000 Zuschauer, die jedes Heimspiel in das Stadion gehen. (Mathias Keßler, Mannheim)

Die Leserbriefe des Herrn Wörner, sowie den Damen Kober und Elißer, können nicht unkommentiert bleiben. Jedes Mal, wenn es um den Fußballverein aus dem Norden Mannheims geht, werden sofort kritische Stimmen laut, für was man das Geld besser ausgeben könnte. Leider lese ich diesbezüglich nie eine negative Meinung, wenn die Stadt jährlich hohe Zuschüsse an das Theater, die Kunsthalle bezahlt, auch die SAP Arena wird jährlich abbezahlt, da die Familie Hopp die Kosten für den Bau nur vorgestreckt hat.

Was den Vorschlag von Frau Kober betrifft, was ist mit den Schauspielern, den Mitarbeitern vom Theater, die Mitarbeiter der Kunsthalle? Müssen diese dann auch Sozialstunden für die Allgemeinheit bringen? Ich glaube kaum.

Die Aussage, der SV Waldhof wäre ein Negativ-Werbeträger der Stadt Mannheim von Herrn Wörner kann man auch so nicht stehenlassen. Er müsste sich nur einmal deutschlandweit, sowie auch im Ausland umhören. Wenn man von Mannheim spricht, kommt immer nur der Name Waldhof, Schlappner und so weiter. Und nur weil jetzt zehn bis 20 Chaoten an einem Spieltag mit zig tausenden Besuchern sich nicht im Griff hatten, muss man nicht auf den Verein einschlagen.

Und ja, Herr Wörner, der Verein hat Recht, zivilrechtlich gegen den Punktabzug vorzugehen, da diese Strafe des DFB einmalig und unberechtigt ist. (Achim Gerstner, Heddesheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2EbLot9