Leserbrief

Anarchisches Trauerspiel

Zum Artikel „Ermittler überwachen Auto-Protzer“ vom 18. April:

Der Artikel beginnt mit den Worten: Auffallen, auffallen, auffallen. Aber richtig wäre: provozieren, provozieren, provozieren – und das um jeden Preis. Wir wohnen in Q 6 mit Schlafzimmer Richtung Fressgasse. Denn wenn die Poser im Winter durch die Fressgasse düsen, sitzen keine Personen mehr im Freien, denen sie imponieren können. Sie machen es aber dennoch. Warum wohl? Aus purer Lust am Provozieren.

Am Karfreitag zwischen 14 und 16 Uhr waren kaum Café-Besucher anzutreffen. Also konnten sie niemand imponieren. In diesen Stunden waren mindestens sechs Pkw mit aufheulendem Motor unterwegs. Gerade ein Karfreitag eignet sich besonders für die Provokation. Meine Frau wohnt seit 50 Jahren in Mannheim und ich bin hier geboren. Die Typen haben ihr Ziel erreicht: Wir werden Mannheim verlassen und Sie haben einen alten Leser weniger. Für uns ist die Stadt ein anarchisches Trauerspiel geworden. (von Isolde und Peter Fischer, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2PGzDyI