Leserbrief

Leserbrief: Zu "Problem ist nicht der Hund" (FN 19. März)

Andere nicht belästigen

Sehr geehrte Frau Newton,

Sie werden es nicht glauben, aber genau den Vorwurf, in meinem Leserbrief v das Thema verfehlt zu haben, habe ich erwartet. Wer so fanatische Ansichten vertritt wie Sie, kann und will die Argumente anderer nicht verstehen.

Wie Sie selbst schreiben, ist das Problem nicht der Hund, sondern der, der am anderen Ende der Leine zu finden ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob in freier Flur oder wie von mir geschildert, in Wohngebieten.

Ich denke, dass auch die Disziplinlosigkeit uneinsichtiger Hundebesitzer die Gemeinderäte von Kreuzwertheim dazu veranlasst hat, Ordnungsschilder in ihrer Gemarkung aufzustellen, und nicht die pure Lust, Hundehalter zu verärgern.

Anstatt Nichthundebesitzer der Polemik zu bezichtigen, sollten Sie vielmehr Einfluss darauf nehmen, der Intoleranz von sich gleichgültig verhaltenden "Herrchen und Frauchen" zu begegnen.

Sie beschweren sich über die Hundesteuer, fordern aber gleichzeitig, mehr Automaten zur Entnahme von Hundekotbeuteln aufzustellen. Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit und absolut zumutbar, dass ein Hundehalter sich von zu Hause aus mit entsprechenden Beuteln ausstattet und den Hundekot seines Tieres beim "Gassi gehen" aufnimmt und ordnungsgemäß entsorgt. Es ist wirklich nicht einzusehen, im großen Stil Automaten zu installieren, die letztlich von der Allgemeinheit finanziert werden müssten, nur um die Bequemlichkeit einiger Hundefreunde zu unterstützen.

Es bedarf keiner netten Zitate bekannter Persönlichkeiten, um zu wissen, welche wichtige und bedeutende Rolle der Hund im Leben des Menschen spielt. Es geht auch nicht darum, dass Hunde nicht erwünscht sind und als Tiere nicht geliebt werden dürfen, sondern um den verantwortungsvollen Umgang im Zusammenleben mit den Vierbeinern.

Jeder kann sein Bedürfnis, sich einen oder mehrere Hunde zu halten nach belieben ausleben, solange andere Menschen, die dieses Bedürfnis nicht haben, dadurch nicht eingeschränkt und belästigt werden.

Intolerant sind nicht diejenigen, die sich für Ordnung einsetzen, sondern vielmehr die Mitbürger, die glauben, alle anderen hätten sich ihren Vorstellungen und Lebensphilosophien unterzuordnen.

Damit ist dieses Thema für mich auch erledigt.