Leserbrief

Angst um sauberen Baugrund

Ulrich Schaefer, Mannheim: Zum Artikel "Spinelli soll kein Schutzgebiet werden" vom 21. 7.:

Ein verseuchter Boden schadet der Gesundheit, ob man ihn "Altlast" oder "Schadstoffbelastung nach abfallrechtlicher Relevanz" nennt. Wenn jahrzehntelang durch deutsche Reichswehr und amerikanische Armee der Sandboden auf dem Gelände der zukünftigen Bundesgartenschau und dem Neubaugebiet Käfertal-Süd mit Ölen, Treibstoffen, Reinigungsmitteln und anderen verseucht wurde, sollte eine verantwortungsvolle Stadtspitze nicht nach juristischen Spitzfindigkeiten suchen, um dies zu verharmlosen.

Verunsicherung beseitigen

Stattdessen ist die Offenlegung aller Fakten angezeigt, das heißt vorhandene Gutachten müssen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Künftige Bauherren fragen sich, ob sie in Käfertal-Süd einen sauberen Baugrund haben werden. Eltern von Kindern fragen sich, ob zukünftige Spielplätze im Grünzug-Nordost frei von Kontamination durch Altlasten sind. Nur wenn die Verwaltung zeigt, dass sie ernsthaft die aufgeworfenen Fragen beantwortet und Lösungen aufzeigt, wird sie die bestehende Verunsicherung beseitigen. Nicht die gute Vermarktung der Baugrundstücke und die Verharmlosung der vergifteten Böden müssen im Vordergrund stehen, sondern die Gesundheit der Menschen.

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