Leserbrief

Leserbrief: Zur Südumgehung und zum Leserbrief vom 21. März

Anwohner der Ortsdurchfahrt entlasten

Kluge Leute sollten "Einäugigkeiten" vermeiden. Beispiel Lohnsteuer: Bei der verständlichen Entlastung kleiner Einkommen wurde der Mittelstandsbauch geschaffen. Dadurch wurde bei den Lohnerhöhungen jedoch ein gesteigerter Erhöhungssatz unvermeidbar. Die Folge war der Ruf "Mehr Netto von Brutto". Steuern sind aber jetzt nicht das Thema.

Die Südumgehung ist dringend nötig. Sie ist genehmigt. Aber sie wird von einigen Uneinsichtigen als "nur" schädlich eingestuft. Nur 16 Prozent Durchgangsverkehr würden sie nicht rechtfertigen. Auch seien die Interessen von 60 Grundbesitzern unberücksichtigt.

Dass die vielen Anwohner der Durchgangsstraßen 100 Prozent erleiden müssen, verschweigt der Faktenlotse. Die unhaltbaren Zustände zu verewigen, ist Menschenverachtung. Es sind ja auch noch die Mautpreller-Brummis da. Aber es wird mit längst überholten Statistiken aufgewartet.

Eine besorgte Grundeignerin nahe des Eisenberg-Kreisels befürchtet mehr Verkehr. Aber ihre Befürchtung ist unbegründet. Über die Westumgehung ist zwar mehr Verkehr zu erwarten. Aber hier gibt es auch einen Ausgleich. Der Verkehr Igersheim-Stuppach benutzt ja dann die Südumgehung und entlastet so den Eisenberg-Kreisel.

Warum nun der Mann, der für mich einmal "unser" OB war, 10 000 Kraftfahrzeuge mehr an der Tankstelle Wahl anführt, die gestressten Anwohner der Durchgangsstraßen aber nicht erwähnt, spricht für seine Art. Er hat, gegen den ihn bindenden Beschluss des Gemeindrates, dem Verkehrsminister vorgeschlagen, die Südumgehung vorerst ruhen zu lassen. Er wolle erst sein Verkehrskonzept umsetzen. Aber was hat es gebracht? Auf der Igersheimer Straße wurde es etwas besser. Aber dort, wo es am nötigsten ist, im Bereich Mühlwehr-Kreuzung bis Theurer-Kreuzung, ist der Teufel los. Mit dem Bau des Mühlwehr-Kreisels wurde von dort der Stau zur Theurer-Kreuzung verlagert. Trotzdem berichtet die Polizei, dass es am Mühlwehr-Kreisel am meisten kracht. Sollte dann auch noch der "Große Kreisverkehr" realisiert werden, dann würde der gesamte Verkehr Igersheimer/Wachbacher Straße zusätzlich über die Theurer-Kreuzung laufen. Letztlich sollten die Naturschützer begreifen, dass Natur und Menschen auf einer Ebene zu stehen haben.

Ich spreche nicht für mich. Ich bin 83 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen. Aber ich halte es für meine Pflicht, mich für die vielen Anwohner der Durchgangsstraßen einzusetzen.