Leserbrief

Auf Riedbahn Ost konzentrieren

Zum Leserbrief „Bypass als Alternative“ vom 17. Dezember:

Tatsache ist, dass die Neubaustrecke im Norden nach Mannheim hineinführt, ein Großteil der Güterzüge zum Rangierbahnhof in der Mitte Mannheims muss und anschließend in Richtung Karlsruhe wieder hinausführen wird. Tatsache ist auch, dass es auf dieser Trasse kein Streckenverlauf möglich ist, der nicht bewohntes Gebiet tangiert.

Seit 1879 war die Riedbahn Ost die Hauptstrecke von Mannheim nach Frankfurt. Mit dem Neubau der Riedbahn West in 1985 hat sich ein Großteil des Zugverkehrs zur Freude der Käfertaler und Neuostheimer nach Neckarstadt und Jungbusch verlagert. Mit zunehmendem Bahnverkehr wird der Bahnlärm auf der alten Riedbahn Ost wieder zunehmen. Dies lässt sich nicht ändern.

Dreiste Forderung

Die Forderungen, nun die Bahnlinie und den damit verbundenen Lärm zur A 6 und den dortigen Gemeinden zu verlegen, ist schon dreist. Mit dem zunehmenden Auto- und Lastwagenverkehr wurde die A 6 dreispurig ausgebaut, was mit einer massiven Zunahme der Lärmbelastung der dortigen Wohngebiete verbunden ist. Jetzt auch noch den Bahnlärm unter dem Deckmantel „Bypass“ dorthin zu verlagern, ist für die Gemeinden von Viernheim, Vogelstang, Wallstadt, Ilvesheim, Feudenheim, Seckenheim und Hochstätt absolut unzumutbar.

In einem stimme ich Herrn Dumbeck zu: Eine Tunnellösung ist wünschenswert, aber eher unwahrscheinlich. Wenn überhaupt, dann kommt sie eher auf der vier Kilometer langen Strecke an Neuostheim vorbei wie auf der elf Kilometer langen Strecke von Viernheim bis zur Hochstätt. Die Bürgerinitiativen wären gutberaten, sich auf den bestmöglichen Lärmschutz auf der Riedbahn Ost zu beschränken. Andernfalls laufen sie Gefahr, dass die Bestandsstrecke Riedbahn Ost ohne Lärmschutz genutzt werden wird. Markus Stein, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2s017E8