Leserbrief

Leserbrief Zur Aufnahme Kroatiens in die EU

Aus Schaden wird man wohl immer noch nicht klug

Die Aufnahme Kroatiens zum 1. Juli 2013 und das Angebot an Serbien - über Jahrhunderte galt der Balkan als Brandherd Europas - , dann stets im Hintergrund immer noch der große Schatten der Türkei lassen vermuten, dass unsere Europapolitiker aus dem angerichteten Schaden immer noch nicht klug geworden sind oder Scheuklappen aufhaben.

Sind nicht schon genug "unreife" Länder wie Rumänien und Bulgarien in die EU aufgenommen worden und es gehören auch keine besonderen Fachkenntnisse dazu, um festzustellen, dass sich Länder in den Euro-Raum geschummelt haben, die sich schließlich am Euro verhoben haben.

Ungläubig schaut man allerdings auf alle unsere Parteien, die - mit wenigen "Abweichlern" - den Weg Richtung Zusammenbruch mitgehen und bereit sind, wider besseren Wissens jedem Rettungspaket für die uns umgebenden maroden Volkswirtschaften zuzustimmen. Dabei ist auch unser wirtschaftlich angeblich so florierendes Deutschland selbst mit über zwei Billionen Euro Schulden (= pro Kopf über 25 000 Euro) längst Pleite.

Unsere so angesehene Bundeskanzlerin erklärt dazu immer wieder, dass diese Europa- und Schuldenpolitik alternativlos sei. Eine neuentstandene Protestbewegung, der AfD (Alternative für Deutschland), die die Ursachen beim Namen nennt und Lösungsansätze vorschlägt, wird von allen Seiten als europafeindliche (populistische) Partei diffamiert. Das Gegenteil ist eigentlich der Fall, denn nur auf einer geordneten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Grundlage hat unser Europa eine Zukunft.

Der mündige Bürger sollte sich aber wieder auf den Philosophen Immanuel Kant berufen dürfen: "Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, um dich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien."