Leserbrief

Leserbrief Zu „Deutsche Bank-Mitarbeiter sagen ,Nein‘“ (FN, 13.4.)

„Aus zwei Kranken wird noch lange kein Gesunder“

Die klare Absage der Deutsche Bank-Mitarbeiter an eine Fusion mit der Commerzbank ist nicht verwunderlich. Denn die bis heute noch nicht recht gelungene Integration der Postbank, ist ihnen allzu sehr in Erinnerung.

Ein ähnlicher Missgriff war seinerzeit die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank. Nachdem Konzernchef Sewing ohnehin ein umfangreiches Personalabbau-Programm bis Jahresende ankündigte, könnte sich dieses bei einer Fusion mit der Commerzbank auf insgesamt 30 000 Mitarbeiter erhöhen.

Hinzu kommt, dass die Commerzbank noch immer teilverstaatlicht ist.

Auch die Gewinne beider Banken sind im Vergleich mit amerikanischen Großbanken eher mikrig, was bei der Deutschen Bank auch auf deren Vielzahl verlorener teurer Prozesse zurückzuführen ist.

Deswegen gilt nach wie vor die Aussage, dass aus zwei Kranken noch lange kein Gesunder wird. Und sicher wäre bei einer Fusion, beispielsweise die größte deutsche Direktbank „ING“ lachender Dritter.