Leserbrief

Auseinandersetzung auf dem Rasen

Zum „Übrigens“ von Steffen Mack vom 19. August:

Übrigens ... habe ich als gebürtiger Pfälzer (64) und Bürger dieser Stadt Ecken und Kanten Mannheims kennengelernt und mehr oder weniger ins Herz geschlossen. Umso mehr die Monnemer Bloomäuler, denen ich zusammen mit meiner Frau (ebenfalls Pfälzerin) sehr gerne, vor allem auf dem Marktplatz begegne.

Seit fast 25 Jahren fühlen wir uns hier sehr wohl und freuen uns natürlich sehr, dass uns bei einem Gläschen Wein auf dem Marktplatz erzählt wird, wenn Menschen die Natur an Bergstraße, im Odenwald und in der Pfalz genießen.

Fußballtechnisch gesehen – und da komme ich auf die Kolumne ihres Redakteurs – unterscheiden uns nicht nur grundlegende Farben (und Traditionen). Die Umschreibungen mit den Rot-Weißen aus Erfurt und Essen hätten Sie sich sparen können, verehrter Herr Mack. Wer von Mannheim aus den Rhein überquert, kennt das Farbenspiel, fußballkulturell, ohnehin.

Hämisch beschrieben

Wir hoffen und wünschen Ihnen und Ihren Lieben, dass Sie bei Ihrem Aufenthalt in der Pfalz die luftigen Höhen genossen haben. Erstaunlich, was Sie in der knapp 4000 Einwohner zählenden Gemeinde Lambrecht in zehn Minuten entdeckt haben an „Sehenswürdigkeiten“ – wie Friedhofsgärtnerei, einer Apotheke und zwei Eisdielen. Und die „Art Bar“, die bei Bedarf öffnet plus Anti-SVW-Bepper. Verehrter Herr Redakteur, der Sie den Lokalkolorit der Einheimischen um den 1. FC Kaiserslautern hämisch beschreiben, sollten Sie und der „MM“ sich der journalistischen Verantwortung bewusst sein, wenn Sie solche Texte veröffentlichen.

Auch wenn Ihnen Verunglimpfungen Ihres SVW die Laune vermiesen. Ihre Empfehlung, dass sich die Pfälzer ihre Köpfe (ein bisschen) in ihren Höhen der Wälder durchlüften lassen sollen, könne guttun, gebe ich gerne an Sie und die Fans der Blau-Schwarzen weiter. Was Ihnen als „Fäkalien an der Wand“ entgegenprangte, kenne ich, seit diese unselige Feindschaft besteht. Habe ebenso geistlose Sprüche in mir unsympathischer Farbe schon von meinem Auto entfernen müssen. In der Hoffnung, dass der flache Käfertaler Wald ausreichend sei, die Köpfe der Nicht-Rot-Weißen diesseits des Rheins zu durchlüften. Mögen die bevorstehenden Duelle der beiden Clubs sich auf die Auseinandersetzungen auf dem Rasen beschränken.