Leserbrief

Ausflüchte der AfD-Jugend

Zum Artikel „Pfefferspray-Attacke: Staatsschutz ermittelt“ vom 22.1.:

Als Anwohner konnte ich die Vorgänge in der Kobellstraße kürzlich teilweise beobachten. Den Ausflüchten des Jungen Alternative (JA)-Funktionärs Stockmann ist klar zu widersprechen: Es war deutlich zu sehen, dass die zum Teil sehr jungen, allesamt streng gescheitelten Provokateure um Stockmann, aber auch einige deutlich ältere, sehr aggressiv auftretende Personen (diese sind zum Teil im veröffentlichten Video zu sehen) diejenigen waren, von denen die Feindseligkeiten ausgingen. Diese zündeten auch den Feuerwerkskörper.

Nicht zufällig waren es auch genau diese Personen, die beim Eintreffen der Polizei auf den warnenden Ruf „Achtung, Bullen!“ hin auseinanderstieben und die Flucht ergriffen. Nicht zufällig waren es auch genau diese Personen, bei denen die Polizei im Anschluss Pfefferspray und andere gefährliche Gegenstände gefunden hat.

Erhebliches kriminelles Potenzial

Wer so bewaffnet ist, will sich nicht nur über „antikapitalistische Politik“ informieren, wie Stockmann dreist behauptet – der sucht die gewalttätige Auseinandersetzung. Und zwar in Anwesenheit von Familien mit zum Teil kleinen Kindern, die zu den Besuchern der Veranstaltung zählten – also auf die erbärmlichste und niederträchtigste Weise überhaupt.

Es ist dem schnellen Eintreffen der Polizei zu verdanken, dass es nicht erheblich mehr Verletzte gab. Einmal mehr wird klar: Wer der Gesinnung der AfD und ihrer Jugendorganisation, der JA, nahesteht, der unterstützt hasserfüllte Feinde unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung mit erheblichem kriminellem Potenzial. Hetzerische Reden, wie sie auch von Spitzenfunktionären der AfD regelmäßig zu hören sind, bereiten erst den Boden für solche Gewalttäter.

Erdmann Lange, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Se0hm9