Leserbrief

Ausgleich erspart Opfer

Zum Leserbrief „Gesellschaftlicher Sprengsatz“ vom 8. Juni:

Nur bei oberflächlicher Sicht der Dinge kann man meines Erachtens eine CO2-Steuer ablehnen, weil sie einkommensschwache Bürger, Pendler oder auch Handwerksbetriebe in besonderem Maße trifft, was in der Tat der Fall ist. Wir wollen doch nicht etwa verlangen, dass diese Gruppen die Umwelt auch weiterhin ungebremst zerstören dürfen.

Da wir, um unsere Umwelt zu schützen, so rasch wie möglich eine CO2-freie Energieversorgung erreichen müssen, kann es hier keine Kompromisse geben. Allerdings ist die Politik gefordert, den entsprechenden Gruppen durch gerechte Ausgleichsleistungen Opfer zu ersparen. Hier sind Ideen gefordert, die längst angedacht sind. Sie sind zügig in Gesetze zu gießen, damit uns Reaktionen wie die der französischen Gelbwesten erspart bleiben.

Problem frontal angehen

Nur eine generelle CO2-Steuer geht das große Problem frontal an und macht es der Politik unmöglich, durch Einzelaktionen mit unzähligen Ausnahmeregelungen für die zahlreichen Lobbygruppen die CO2-Reduzierung wieder zu einer unendlichen Hängepartie werden zu lassen. Enttäuschen wir die jugendlichen Aktivisten nicht, die mit viel Idealismus immer wieder auf die Straße gehen, um für die Zukunft unseres Planeten zu kämpfen. (Horst Kukuck, Mannheim)

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