Leserbrief

Autofahrer müssen Einstellung ändern

Zum Artikel "Eine Stunde Stau kostet im Jahr 650 000 Euro" vom 10. November:

Jedes Mal frage ich mich: Der Stau, der Verkehr - fällt der vom Himmel? Wer verursacht das? Natürlich mal ein Unfall, eine Baustelle. Aber "die" Autos werden von Menschen gefahren, leider sitzt meist nur eine Person drin.

"Die" Autofahrer beschweren sich über Buckelpisten. Werden diese repariert, beschweren sich "die" Autofahrer über die Baustelle. Die Autos werden immer größer, auch dadurch verlängert sich der tägliche Stau. Die grundsätzliche Einstellung "der" Autofahrer, dass jederzeit von A nach B gefahren werden muss, gilt es zu verändern. Es gibt genügend Alternativen.

Erstmal sollte sich jeder Autonutzer fragen: Muss diese Fahrt sein? Vonseiten der Politik beziehungsweise Verkehrsverbünden muss die Alternative des ÖPNV beworben und - auf jeden Fall - verbessert werden. Es müssen neben den S-Bahn-Stationen Pendler-Parkplätze eingerichtet werden. Es muss weiter und schneller in die Radwege-Infrastruktur investiert werden. Weiterhin kann das Car-Sharing verstärkt beworben werden.

Gerade Medien wie Ihre Zeitung können zum Umdenken beitragen, wenn alternative Möglichkeiten verbreitet werden. Auch Beschreibungen von Ausflügen wird meist nur die Wegbeschreibung mit Pkw erklärt. Setzten Sie sich ein für die Verbreitung von Verkehrsalternativen, damit in den Köpfen der Menschen etwas passiert. (Jutta Hagen, Mannheim)