Leserbrief

Beeindruckender Besuch beim „MM“

Ein Leser berichtet von seiner Besichtigungstour beim „Mannheimer Morgen“:

Nach der Begrüßung ging es sofort los, mit einem Bild- und Filmvortrag. Die Geschichte des 130 Jahre alten Verlagshauses. Mit eingebaut in den Vortrag die aktuelle Tageszeitung. Beeindruckend. Jede Nacht werden in etwa 180 000 Zeitungen (nicht nur der „MM“) gedruckt. Auf vorwiegend holzfreiem Papier von der Rolle. Etwa 15 Rollen mit einem Gewicht von je 800 Kilogramm laufen durch die Druckmaschinen. Jede Rolle mit dem sehr eng gewickelten Papier reicht aus für zirka 8000 Zeitungen.

Langes Förderband zum Versand

Kein Vergleich mit dem Drucker zu Hause. Hier sind rotierende Druckplatten im Einsatz, mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit läuft das Papier durch die Maschine. Und die druckt, schneidet und faltet die Blätter zu einer fertigen Zeitung. Wenn da nicht noch die Werbung als Einlage wäre. Die Zeitung wird über ein langes Förderband zum Versand gebracht, über Rollenarme wird die Zeitung aufgeklappt, Werbung rein und fertig. Und das alles ohne Stillstand – hoffentlich.

Seit rund 20 Jahren gibt es die mehrfarbige Zeitung. Man musste sich der Zeit anpassen und so bekommt jedes Blatt aber nur ein Gramm Farbe. Es werden auch ganz viele andere Sachen gedruckt, aber alles nur auf Zeitungspapier. Einlagen aus Glanzpapier werden in der Großdruckerei nicht bedruckt.

Ein Höhepunkt war das Treffen mit einem Redakteur im Newsroom, dem Nachrichtenraum der Zeitung. Hier laufen die weltweiten Informationen zusammen, die wir am nächsten Tag im Briefkasten haben. Aber so einfach ist das nicht, da gibt es unter anderem rechtliche Dinge zu beachten. Die Zeit läuft und so werden die ersten Informationen am späten Vormittag bearbeitet. Der Zeitkanal bis zum Druck ist eng. Bis kurz davor feilen die Mitarbeiter noch an Layout und Artikeln.

Tour dauert drei Stunden

Wenn der FC Bayern hoffentlich nicht in die Verlängerung geht. Ein Fußballspiel mit Anpfiff 20.45 Uhr bringt den Zeitungsleuten bestimmt manchmal den Schweiß auf die Stirne. Das erzeugen sicherlich auch die über 2000 Leserbriefe pro Jahr. Denn die müssen alle gelesen und bewertet werden.

Der Fehlerteufel schlägt leider überall zu – trotz automatischer Rechtschreibeprüfung. Das gibt es aber nicht nur bei der Zeitung. Das erleben wir doch auch im Umgang mit unserem Smartphone.

Übrigens, herzlichen Dank für die belegten Brötchen, die Getränke und eine Tour von fast drei Stunden Dauer mit einer sehr kompetenten Mitarbeiterin des „MM“. Einfach genial, was die Mitarbeiter dort leisten. In der Industrie würde man das Akkord nennen.