Leserbrief

Leserbrief Zur Berichterstattung über den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen

Donnerstag 22. Dezember 2016,Deutschland in Schockstarre nach dem Attentat in Berlin.

In einem Bericht Ihrer Zeitung wird die CDU Bundestagsabgeordnete Nina Warken so zitiert: "Sie (die Weihnachtsmärkte)sollen weiterhin stattfinden denn wir lassen uns nicht in unserer freien Lebensweise und unseren Bräuchen beirren. Wir werden mit kühlem Kopf prüfen,ob und welche gesetzgeberischen Massnahmen erforderlich sind. Aus meiner Sicht ist jetzt aber nicht die Zeit für politischen Streit sondern für Gebet und Anteilnahme." Zitat Ende. Dann stellt sich jetzt die Frage: Wann ist denn dann die Zeit um darüber zu streiten, endlich Maßnahmen gegen den islamistischen Terror zu beschließen? Gebet und Trauer müssen sein um das Geschehene zu verarbeiten.

Darüber darf man aber nicht vergessen am Problem weiter zu arbeiten,denn sonst kommen sie gar nicht wieder heraus aus Gebet und Trauer.

Wie viel Anschläge brauchen wir denn noch, um Gesetze zu ändern und Maßnahmen zu beschließen, um den Bürger zu schützen?

Was meinen Sie wie die Angehörigen der Opfer darüber denken?

In einem weiteren Bericht auf dieser Seite erfahren wir:Derzeit trauen Polizei und Geheimdienste "549"!!!!!Personen aus der islamistischen Szene in Deutschland einen Terrorakt zu. Da können wir aber froh sein, dass diese hinter Schloss und Riegel sitzen.

"Sitzen sie nicht" meinen sie? Da haben sie Recht. Sie sitzen erst ein, nachdem sie eine Tat begangen haben und man ihrer noch habhaft wird. Kaum zu glauben aber wahr.

Spätesten jetzt muss doch klar sein, dass besondere Situationen besondere Maßnahmen verlangen.

Hier bringt uns kein Gutmenschgehabe, kein Beten, keine Menschenkette und keine Lippenbekenntnisse weiter. Diese Sprache sprechen Terroristen nicht. Die brauchen die ganze Härte des Gesetzes - ohne Wenn und Aber. Und wo bleibt eigentlich die Reaktion der muslimischen Verbände in Deutschland, die ja immer betonen, der radikale Islam gehört nicht zu ihnen. Außer Lippenbekenntnissen auf den Trauerfeiern der Opfer ist da nicht viel zu hören und zu sehen. Wenn sie doch zu unserer Gesellschaft gehören, wie sie betonen sind sie auch mitverantwortlich für die Sicherheit dieser Gesellschaft. Hier besteht noch großer Nachholbedarf.