Leserbrief

Bienen müssen sich andere Bäume suchen

Zum Artikel „Vorfreude steigt mit jedem Baum“ vom 20. März:

Bei den Kleingärtnern in der Feudenheimer Au steigt nicht die Vorfreude auf die Bundesgartenschau mit jedem Baum, den Herr Schnellbach pflanzt. Sollte der Bau des Radschnellweges, dem 26 Kleingärten zum Opfer fallen und der mitten durch das Landschaftsschutzgebiet Feudenheimer Au führen soll, durch das Regierungspräsidium genehmigt werden, blühen die Bäume auf den 26 Parzellen zum letzten Mal.

Die Bienen müssen sich dann andere Bäume suchen. Auch alle Robinien am Hochgestade des Aubuckels sollen gefällt werden. Da die Robinie als sogenannter invasiver Neophyt die Artenvielfalt beeinträchtigt, soll ein Kahlschlag der seit Jahrzehnten dort stehenden Bäume erfolgen. Auch sie sind nicht nur für Honigbienen, sondern auch für Wildbienen eine wichtige Nektarquelle.

Lässt sich noch verhindern

Hat das die Mehrheit des Gemeinderates so gewollt? Das größte ökologische Projekt der Stadt – wie Herr Oberbürgermeister Kurz immer wieder betont – führt zur Vernichtung von vielen Bäumen. Noch lässt sich dies verhindern. Für den Radschnellweg kann man die Variante am Aubuckel nehmen und am Hochgestade die Bäume stehen lassen, damit die Besucher der Bundesgartenschau von der Seilbahn nicht auf ein baumloses Hochgestade heruntersehen. Ulrich Schaefer, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2uwxVWP