Leserbrief

Bock geriert sich als Opfer auf Turley

Zum Interview mit Tom Bock „Verklagt mich endlich“ vom 31. Oktober:

Es ist unerträglich, wie sich „Ankerinvestor“ Bock auf dem Turley Gelände als Opfer generiert. Die städtebauliche Leistung hinter den schönen Fassaden: ausgewogene soziale Mischung? Bocksche Diversität ist auf jeden Fall eine hochpreisige. Man kann wählen zwischen den Hunderten von Quadratmeter großen Dachlofts bis zur einfachen Mietwohnung mit 14 Euro Kaltmiete (mit Nebenkosten 16 Euro, ohne Heizung!). Oder zahlt rund 5000 Euro pro Quadratmeter Eigentumswohnung: Es ist tatsächlich alles dabei! Fantasie? Die „picked fences“, gegen die sich Dr. Hummel als Konversionsbeauftragter Mannheims 2013 noch deutlich aussprach – heute können sie in gemauerter Form angeschaut werden.

Millionen für Projektentwicklung

Der eigentliche Hauptschaden für Mannheim: Aus dem Artikel wird deutlich, dass außer dem Verkauf (Motto „Mache aus sechs Millionen 36“) zusätzlich noch mal acht Millionen seitens des neuen Besitzers Tipico beziehungsweise Bocks ehemalige (?) Kompagnons Fortoon geflossen sind. Acht Millionen für Projektentwicklung? Damit hätten wir unser Projekt umBAU dreimal bauen können, und zwar real, nicht geplant! Das entspräche also nachhaltigem Wohnraum für knapp 100 Personen. Das neue Bauvorhaben der Gruppe um Fortoon ist mittlerweile nicht mit desaströsen 1630 Euro pro Quadratmeter Baugrund belastet – sondern mit 2000 Euro (44 Millionen durch 22 000 Quadratmeter)! Eine absurde und unter normalen ökonomischen Gesichtspunkten unerklärliche Lage, in die uns dieser „Anker“ gebracht hat!

Lange Bauzeit

PS: Bevor die Stadt jetzt auch noch mit Tom Bock über sein „Recht, die Tiefgarage zu bauen“ (ein Witz!), womöglich einen Prozess führen muss: Warum nicht einfach den schönen Kastanien besäumten Platz so lassen – und die wirklich nötigen Stellplätze mit auf Baufeld 4 bauen? Der neue Stellplatzschlüssel von 0,8 könnte dabei auch auf den Altbestand angewendet werden. Die Bauzeiten auf dem Turley-Gelände sind auch so noch lange genug!

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2I3BSfT