Leserbrief

Leserbrief Zum Kommentar "Zu viel Risiko" (FN 22. August)

BVB-Aktien sind kein Risikogeschäft

Sehr geehrter Herr Rauhe,

Ihr Kommentar in den Fränkischen Nachrichten am Samstag steht etwas im Widerspruch zu dem gleichzeitig mit Ihrem Kollegen Muser verfassten Bericht zur Bilanzpressekonferenz des BVB. Ganz abgesehen davon, dass es sich bei Aktienanlagen immer um ein Risikogeschäft handelt, hätten Sie sich den letzten Satz Ihres Kommentars ersparen können. Dass es sich bei BVB-Aktien um Nichteignung zum Geldverdienen handelt, ist etwas zu pauschal formuliert. Denn wenn ein Anleger in Krisenzeiten des BVB eingestiegen wäre, wo der Kurs um einen Euro schwankte, dann hätte er heute bei circa vier Euro schönes Geld verdient!

Und Sie und Ihr Kollege schreiben ja selbst, dass das Unternehmen laut Analysten gut aufgestellt sei und der derzeitige Kurs real bei 7,30 Euro liegen müsste! Dass der Überschuss mit 5,5 Millionen Euro mehr als halbiert wurde, ist nicht nur der letztjährigen schwachen Saison, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass sich der BVB nun total schuldenfrei gemacht hat, was in Ihrem Bericht überhaupt nicht zur Sprache kam.

Diese wegfallenden Tilgungsraten können nun in den laufenden Spielbetrieb eingesteuert werden.

Ich bin übrigens seit ca. 50 Jahren BVB-Fan und bin zuversichtlich, dass sich meine zu 5,70 Euro gekauften 1000 Aktien in absehbarer Zeit noch mehr als amortisieren werden, denn das solide Management und auch der akribisch arbeitende neue Trainer Tuchel sprechen für Kontinuität!