Leserbrief

Das istdie Zukunft

Zum Artikel „Zwischen Neugierde und Fetisch?“ vom 25. Januar:

Gewalt, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Prostitution, Flatrate-Bordelle. Allein in Deutschland wird die Zahl der Prostituierten auf 400 000 geschätzt (Statistisches Bundesamt). Das Ende der Prostitution ist machbar. Künstliche Puppenintelligenz ohne Sollbruchstelle ersetzt Prostituierte. Der Vorwurf der Beziehungslosigkeit: unhaltbar.

Was für eine Beziehung soll denn beispielsweise zwischen dem Sextourist im Flatrate-Bordell und einer Zwangsprostituierten gefördert werden?! Es gibt auch keine reale Beziehung zu künstlich retuschierten Pin-up-Girls im Spind. Ermöglichen wir den Ausstieg aus der Prostitution! Wünschen wir dem „Dollhaus“-Betreiber bald noch Holodecks, wie in Star Trek, hinzu.

„Wer steht auf so etwas?“ Das ist die Zukunft, gewöhnen Sie sich daran. Wilhelm Meister (Goethe) sei meinerseits entgegnet: „Mich quält und ängstigt der Ist-Zustand der Prostitution, nicht die Möglichkeiten, die in diesem technischen Fortschritt liegen, es könnte schneller gehen, es hat die richtige Richtung genommen und ja, es kommt und trifft – die Richtigen.“

Christina B. Ding, Neckargemünd

Originalartikel unter http://bit.ly/2HX1yKB