Leserbrief

Das sagen Leser zum Brandbrief von Peter Kurz

Zum Artikel „Junge kriminelle Flüchtlinge – Kurz schreibt Brandbrief an Strobl“ vom 2. Dezember:

Ich bedanke mich bei unserem Oberbürgermeister dafür, dass er auch die Interessen der Bürger berücksichtigt und nicht nur die Interessen, der in ihren Ideologien befangenen Parteien. Sich wieder im gesamten öffentlichen Raum bewegen zu können, ohne das Gefühl der Unsicherheit haben zu müssen, wäre wünschenswert. Bernd Kissel, Mannheim

Nun ist es also doch so weit, dass Mannheims ach so multikultureller OB die Reißleine ziehen muss und die Stuttgarter Administration um Hilfe ruft, die er in gewisser Weise selbst so hofiert hat, dass eben diese ihm im Gegenzug derart viele Asylbewerber in die Stadt geschickt hat wie sonst nirgendwo! Michael Wendlich, Bruchsal

Den jugendlichen Kriminellen das Attribut „Flüchtling“ zu geben, ist eine Beleidigung für jeden echten Flüchtling. „Flüchtling“ ist ein Sammelbegriff für Personen, die ihre Heimat wegen politischer Zwangsmaßnahmen, Krieg oder lebensbedrohender Notlagen verlassen mussten. Die Jugendlichen, die hier Probleme bereiten, kommen aus Marokko, Tunesien und Algerien; de facto aus sicheren Herkunftsländern! De jure ist die Einstufung dieser Länder als sichere Herkunftsstaaten aufgrund des Widerstandes der Grünen gescheitert. Im März 2017 lehnte der Bundesrat einen entsprechenden Gesetzesentwurf ab. Das bedeutet: Wenn diese Kleinkriminellen älter sind, werden sie alle Möglichkeiten des Rechtsstaates ausnutzen, um hier dauerhaft Asyl zu erhalten.

Dass ein Politiker der Grünen nun fordert „alle Möglichkeiten zu prüfen, um die betroffenen, jungen Menschen unterzubringen...“, kann nur als „Krokodilstränen“ bezeichnet werden. Das Verhalten dieser Jugendlichen mit posttraumatischen Belastungsstörungen erklären zu wollen (Kriminologe Prof. Hermann), ist übrigens ein Hohn für alle Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten kommen. Walter Reinhard, Mannheim

Endlich schaltet sich die Stadtverwaltung in das leidige Thema der marokkanischen Jugendbande ein. Ob nun der Alleingang des OB Peter Kurz mit seinem Brandbrief an Innenminister Strobl der richtige Weg war, darüber kann man streiten. Auf alle Fälle war es der richtige und seit langem überfällige Schritt.

Es ist daher nur allzu verständlich, dass die Polizei ordentlich Frust schiebt. Ständig Personalien aufnehmen, um die Leute dann später wieder auf freien Fuß zu setzen, motiviert mit Sicherheit nicht. Und unsere Polizei hat sicherlich Wichtigeres zu tun. Gunter Engert, Mannheim

Dem Wortlaut des OB Kurz kann ich nur zustimmen, dass die Haltung in Sachen Flüchtlingsthema in der Bevölkerung umgeschlagen ist. In Diskussionen am Stammtisch oder in den Vereinen ist zu entnehmen, dass das Grundvertrauen in den Staat, der seine Bürger zu schützen soll, schon lange nicht mehr vorhanden ist. Die Mannheimer Ereignisse werden sich kurz oder lang auf den gesamten Rhein-Neckar-Kreis und das Ländle ausweiten. Roland Rutz, Heddesheim

Herzlich willkommen in der Realität, Herr Oberbürgermeister! Dies ist leider nur die Spitze des Eisbergs. Vor gerade einmal zwei Jahren wäre jeder besorgte Durchschnittsbürger, der Äußerungen solchen Inhalts und solcher Diktion, wie Sie heute tun, von sich gegeben hätte, von Medien und Politik sofort massiv als „Ausländerfeind“ und „Rassist“ beschimpft und gebrandmarkt worden! Werner Fröhlich, Mannheim

Diese jungen Räuberbanden drangsalieren die Bevölkerung und ihre Taten und Verbrechen werden mit Ihnen wachsen. Damit auch das Leid der vielen Opfer, vornehmlich die Menschen, die hier nur friedlich leben möchten – ob hier geborener oder eingewanderter deutscher Mitbürger. Es kann doch nicht sein, dass eine friedliche humane Gesellschaft nicht in der Lage ist, sich vor solchen Verbrechern zu schützen. Wie viele Stimmen für die AfD sind eigentlich erforderlich, damit unsere demokratischen Parteien verstehen, dass soziale Gerechtigkeit auch bedeutet, Schutz vor diesen Räuberbanden. Jürgen Schmitt, Mannheim

Haben die Jugendlichen Asyl beantragt und wenn ja, haben sie schon einen Schutzstatus? Nach der bisherigen Berichterstattung vermutet man eher, dass diese Jugendlichen nicht wegen Verfolgung ihr Land verlassen haben, sondern ihr Kleinkriminellentum nach Deutschland verlagert haben – vielleicht, weil bekannt war, dass es hier keine direkte Ausweisung, geringe Strafen, und trotzdem bessere Perspektiven gibt. Volker Braun, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2AkV6J7