Leserbrief

Das schreiben Leser dieser Zeitung zum Debattenbeitrag von Gerd Reuther

Zum Debattenbeitrag „Woran krankt unser Gesundheitssystem wirklich, Herr Reuther?“ vom 25. August:

Super Beitrag! Entspricht voll der Realität. Ich bin bei der TKK versichert, 69 Jahre alt und konsumiere null Tabletten. Wichtig, sich selbst wahrnehmen, danach leben und – bei Ärzten wichtig, aber sehr unbequem – für sich selbst reden! Ich habe zwei erwachsene Kinder und handhabe es schon mein Leben lang so. Das ist Eigenverantwortung. Wie viel Millionen Menschen sind tablettenabhängig, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. (Barbara Kreiten, Brühl)

Ich möchte Sie beglückwünschen zu Ihrem Artikel. Dieser Mann spricht mir aus der Seele. Ich denke schon seit einigen Jahren genauso wie Dr. Reuther. Es wird einfach zu viel Geld ausgegeben für die moderne Apparate-Medizin und für unsinnige Medikamente. Wer dabei zu kurz kommt, sind die Patienten, denn heutzutage in unserer Schulmedizin werden nur die Symptome behandelt, nicht aber nach den Ursachen für die Erkrankungen gesucht.

Wie Dr. Reuther bin ich der Meinung, dass man viel zu oft vergisst, dass jeder Körper über ein Selbstheilungssystem verfügt. Dieses Selbstheilungssystem muss man unterstützen beziehungsweise fördern, dazu gibt es genug Möglichkeiten, die leider in Vergessenheit geraten sind. Unsere Vorfahren hatten auch keine modernen Apparate, aber ein großes Wissen über die Naturheilkunde und haben sich so geheilt.

Noch eine sehr gute Möglichkeit, um die Selbstheilungskräfte in unseren Körpern zu fördern, bietet die chinesische Medizin mit Qi Gong, ich spreche da aus Erfahrung, denn ich praktiziere schon seit vielen Jahren Qi Gong und benötige nur noch sehr selten einen Arzt. Deshalb ist es höchste Zeit, dass unser Gesundheitssystem geändert wird, die Ideen von Dr. Reuther kann ich nur empfehlen. (Uwe Castritius, Viernheim)

Ihr Artikel über unser krankes Gesundheitssystem weist in die richtige Richtung und ist seit Jahrzehnten überfällig! Der inzwischen gigantische Apparat lässt sich sofort um mindestens 70 Prozent „eindampfen“, wenn man dazu übergeht die Krankheitsursache zu bekämpfen, anstatt wie jetzt allgemein üblich, nur die Symptome zuzukleistern. Aber auch der Patient ist gefordert, denn jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich und nicht der Arzt oder das Krankenhaus. Der wichtigste Ansatzpunkt ist hier natürlich die Ernährung: Du bist, was Du isst!

Eugen Roth: „Was bringt den Doktor um sein täglich Brot? a) die Gesundheit, b) der Tod. Drum hält er uns, auf dass er lebe, zwischen beiden in der Schwebe!“ (Otto W. Gillig, Creglingen)

Dieser Artikel ist absolut in meinem Sinne und vieler anderer Menschen (super ausgedrückt und sehr wahr). Das Problem ist, dass mehr und mehr Menschen sich im Internet medizinischen Rat holen und das ist meist mit erschreckenden, medizinischen Ratschlägen versehen. Das kann schrecklich und sogar tödlich enden.

Es gibt heute in der Region wirklich sehr gute medizinische Betreuung, man muss halt ein bisserl suchen und nicht zu dem sogenannten Gutseldoktor gehen, den man viele Jahre kennt und daher alles annimmt und glaubt, was der empfiehlt. Man muss ein wenig Mut zu alternativen Meinungen haben, um mit einer wirklich nützlichen und erfolgreichen Therapie das Richtige für die jeweilige Erkrankung zu erreichen. (Helge Splettstösser, Viernheim)

Sind Sie, Herr Dr. Reuther, flügge geworden, ohne Angst, als Nestbeschmutzer gebrandmarkt zu werden? Ihren nur zu wahren Analysen setze ich hinzu: Zischt die Schlange zum Kaninchen: „Halte schön still! Dich muss ich genauer untersuchen!” Es ist eine Wohltat, aus berufenem Munde unpopuläre Wahrheiten zu vernehmen.

Leider bedürfte es herkulischem Pragmatismus, besser noch der Durchsetzungskraft eines göttlichen Herolds Michael, der mit dem Feuerschwert Augias Stall vorgeblich Helfender ausmistet, oder eines Jesus, der dem Hilfeheischenden „nimm dein Bett und wandele” befiehlt. Giert der Mensch nicht immer nach dem, was er nicht hat? Also löhnt er für ein soziales Ruhekissen, um es irgendwann weidlich zu nutzen.

Diese Grundhaltung wird von den vermeintlichen Wohltätern, den Helfershelfern rund um die Sozialsysteme schon gestützt, indem sie Vorsorgeuntersuchungen zwecks Volksgesundheit reklamieren. Die ungleich verteilte Vergemeinschaftungslast stellt Begehrlichkeiten nach Fürsorge über Skrupel. Auf Dauer wird kein noch so geradliniger Mediziner umhinkommen, Krankheiten zu diagnostizieren, wenn der Patient krank sein will! Im Fall der Fälle riskiert er gar eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung. Also spielt er/sie das Spiel mit zwecks allseitiger Gewinnmaximierung.

All das hatte einmal einen Anfang: Noch in den 1950er Jahren ging nur der zum Arzt, der schon fast den Kopf unter dem Arm trug. Es kostete nämlich nicht nur Reputation im Kollegenkreis, sondern auch unbezahlte Fehlzeiten. Spätestens mit dem Amtsarzttermin war meist Schluss mit lustig. Mit Wohlstandsbauch und Lohnfortzahlung nahm die Erfolgsgeschichte der Gesundheitsindustrie unter dem Schirm des Sozialstaates langsam Fahrt auf. Wer will es wem verdenken, Erfolgsmodelle gewinnmaximierend auszuschlachten?

Die jährlich rund 300 Milliarden Euro „Gesundheits”-Ausgaben sind Nachweis für totales Staatsversagen, einer Regierung am Gängelband egoistischer Parlamentarier, die vorgeben, im Interesse des manipulierten Wahlvolkes zu argumentieren. Denn relativ gesund kommen wir zur Welt und verlassen sie, weil auch die Zellen nach und nach ihre Erneuerung verweigern. Bis dahin wirken unsere Selbstheilungskräfte, wenn die Einheit aus Körper, Geist und Seele mit sich im Reinen ist.

Wir haben es in der Hand

Haben wir uns übernommen oder unterfordert, überreizt oder überfressen – sprich: Ohne Maß und Verstand gehandelt –, folgt die Strafe auf dem Fuß. Für diese Fälle und die Unzahl unguter Dispositionen benötigen wir externe Hilfe. Werden Hilfsangebote kommerzialisiert, animieren sie Hilfeheischende zur Nutzung der Angebote. Aus weitgehend Gesunden werden Abhängige, nicht anders als von uns aufgezogene Wildtiere, die in freier Wildbahn unfähig wären, zu überleben.

Ist es nicht außerdem ein herrliches Gefühl von Macht, sozial Schwache zu dominieren? Da immer zwei dazugehören, haben wir es als Konsumenten in der Hand, die ach so liebevoll uneigennützige helfende Hand auszuschlagen! (Andreas Weng, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2LTvkfD