Leserbrief

Das schreiben Leser zum Coronavirus

Zum Thema Coronavirus:

Es ist wahrlich atemberaubend in welchem Ausmaß es nach dem Infektionsschutzgesetz möglich ist, Verbote auszusprechen und damit die persönliche Freiheit massiv einzuschränken und die Wirtschaft runterzufahren. Es ist erstaunlich, wie schnell Finanzmittel in Milliardenhöhe locker gemacht werden können, um die Wirtschaft zu stützen und die Intensiv- und sonstigen Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen. Das muss wohl sein, um mit der Situation fertig zu werden.

Proteste gibt es kaum, dafür sorgen schon die täglichen Meldungen über Neuinfektionen, Todesfälle und die Bilder aus Italien. Für Menschen, die aus anderen Gründen in unserem Gesundheitssystem sterben, würde ich mir auch einen solchen Einsatz wünschen. Ein Beispiel: die Erkrankungen und Todesfälle durch Krankenhauskeime. Dazu berichtet die Tagesschau der ARD im November 2019: „In Deutschland gibt es nach aktuellen Schätzungen jährlich bis zu 600 000 Krankenhausinfektionen. Das geht aus einer vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten neuen Studie hervor. Die Zahl der durch Krankenhauskeime verursachten Todesfälle liegt bei schätzungsweise 10 000 bis 20 000 pro Jahr.“

Hygienestandards einhalten

Das sind Zahlen, wie wir sie für Coronainfizierte hoffentlich nie erreichen werden. Aber diese Fälle werden nicht täglich in sämtlichen Medien gemeldet, das ereignet sich fast abseits der Öffentlichkeit. Sind diese Erkrankten und Toten uns weniger wert als die durch Corona? Fakt ist, je mehr bei Pflegepersonal gespart wird, je mehr Reinigungsleistungen in Krankenhäusern „ausgesourct“ werden und mit schlecht bezahltem Reinigungspersonal unter großem Zeitdruck durchgeführt werden müssen, desto schwieriger lassen sich die notwendigen Hygienestandards einhalten. Und hier müsste man sicher nicht so hohe Aufwendungen tätigen wie jetzt im Rahmen der Corona-Pandemie.

Hoffentlich lernen wir jetzt aus dieser, dass es sich rächt im Gesundheitswesen an Personal qualitativ und quantitativ zu sparen. Ich hoffe, viele Menschen merken jetzt, wie absurd das alles ist und denken mal darüber nach, wie wir viele Todesfälle auch in anderen nicht so spektakulären Bereichen, die aber durchaus ähnliche Dimensionen haben, verhindern könnten, auch wenn das Geld kostet und auch mit Einschränkungen verbunden sein wird. (Ursula Schmollinger, Ladenburg)

Das Coronavirus hat längst eine eigene Dynamik entwickelt. Die Wahrnehmung des Themas schwankt bei vielen zwischen Bedrohung und Hype (Hype = in den Medien und von der Politik aufgebauschtes Thema). Die eigentliche Gefahr geht aber nicht von einer möglichen Ansteckung, die sicher möglich ist, sondern vom Umfang der politischen Reaktionen aus. Das sind zum einen die Beschränkungen der Bewegungs-, Reise- und Versammlungsfreiheit. Regierungen können damit testen, wie man Bürger in eventuellen Bedarfsfällen kontrolliert und sehen damit auch, wie sie darauf reagieren.

Sparen ein Fremdwort

Es ist noch nicht absehbar, was sich daraus einmal entwickeln kann. Die allergrößte Gefahr stellt aber der weitere Verfall der Geldwertstabilität dar. Für einen Euro, dessen Stabilitätskriterien längst unverantwortlich aufgeweicht wurden, können die nun anlaufenden Kredit- und Subventionsprogramme leicht den Todesstoß bedeuten. Sparen ist ohnehin seit 2002, dem Jahr der Euro-Einführung, für viele Staaten ein Fremdwort. Gemäß dem Motto „Die Deutschen werden die Milliarden schon locker machen, wenn wir sie denn brauchen.“ Mittlerweile sind wir da ja bereits im Billionenbereich angelangt.

Der Wahnsinn dominiert schon lange den Kapitalmarkt. Dass sich daran auch längst die deutsche Bundesregierung beteiligt, Stichwort Banken- und Schuldenkrise, kann ein schnelles Ende unseres Wohlstands bedeuten. Denn am Ende der Kette droht eine Hyperinflation, die leicht die Dimension der 1920er-Jahre annehmen kann. Damit verbunden wäre die Gefahr der Verelendung weiter Teile der Gesellschaft und die totale Destabilisierung der Bundesrepublik und Europas. Die Konsequenzen aus solchen Entwicklungen musste der Kontinent bereits zweimal erleben: 1914 und 1939. (Claus Reis, Schwabach

Menschheit – wohin? Wie viele Milliarden wurden schon ausgegeben wegen angeblichem „Umweltschutz“? Der Mensch stellt sich als der einzige Garant dar, unsere Welt zu retten – mit fragwürdigen Methoden. Man leiht sein Ohr Professoren, die einseitig Dinge aufzeigen, um den Einzelnen in Panik und Angst zu versetzen und entsprechende Kassen mit Geld zu füllen.

Die Natur wurde zur „Ersatzreligion“. Doch – er selbst, der Schöpfer und Gott, garantiert den Fortbestand der Erde: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1.Mos. 8,22) Das schließt natürlich unsere Verantwortung nicht aus. Die Bibel sagt uns auch voraus, dass Ängste und Schrecknisse „über den ganzen Erdkreis“ kommen werden. (Lukas 21,26)

Mit Gott ins Licht

Die Menschen werden zurzeit hin- und hergeworfen von den „Wogen der Geschehnisse“. Erst war es „Greta“, der die Leute hinterherrannten, jetzt der Coronavirus, der das ganze Denken und Tun ausfüllt und große Ängste auslöst. Ist dies nicht ein Weckruf „von oben“, der die Menschheit – die sich mehr und mehr von Jesus Christus löst, zurückholen will?

Eindeutig stößt der so „allwissende Mensch“ an seine Grenzen. Liederdichter Manfred Siebald formuliert es so: „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht. Sind wir ohne Gott, macht die Angst sich breit, aber mit ihm fürchten wir uns nicht.“ (Dora Weimer, Hockenheim)

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