Leserbrief

Leserbrief: Zu "Keine Zustimmung für Schnellschuss" (FN, 30. Mai)

"Debatte muss erlaubt sein"

Möge jeder selbst entscheiden, was guten politischen Stil ausmacht. Für uns Freie Wähler gehören Diskussion, Streitkultur und das Akzeptieren von Mehrheitsentscheidungen selbstverständlich zum demokratischen Miteinander. Es muss aber erlaubt sein, zu wichtigen Themen öffentlich Stellung zu nehmen, zumal unser Antrag zur Schulsozialarbeit von der CDU-Fraktion in ihrem Zeitungsbeitrag wieder aufgegriffen wurde.

Zur Sache: Der Antrag der Freien Wähler war inhaltlich vorbereitet, mit stichhaltigen Argumenten untermauert und kam wie wir meinen zum richtigen Zeitpunkt - er ist also kein "Schnellschuss". Noch einmal: Es ging darum, einen Grundsatzbeschluss zu fassen und damit die Weichen für eine zügige Umsetzung zu stellen.

Die Wichtigkeit von Schulsozialarbeit wurde im Übrigen in den öffentlichen Veranstaltungen zur Schulentwicklung vom Leiter der Projektgruppe "Bildung und Region", den Schulleitern und Herrn Frey vom Oberschulamt ausdrücklich betont.

Und die Eltern? In der letztjährigen Umfrage an den Hardheimer Grundschulen sprachen sich 85 Prozent der Eltern dafür aus, dass an allen Schulen Schulsozialarbeiter beschäftigt werden sollten. Wir bedauern, dass in der Sitzung vom 18. Mai nicht inhaltlich diskutiert sondern schnell vertagt wurde. An der Klärung offener Fragen werden wir daher gerne und sofort mitarbeiten.

Wir hoffen, dass das Thema Schulsozialarbeit auch im Gemeinderat bald wieder auf der Tagesordnung steht. Die Diskussion um politischen Stil, Demokratieverständnis und Mehrheitsentscheidungen sollten wir unter Gemeinderatskollegen offen - aber an anderer Stelle - fortführen.