Leserbrief

Leserbrief Zu "Bedauerlich für Bewohner", FN 31. Januar

Definitiv keine stationäre Einrichtung mehr möglich

Sehr geehrter Herr Hiller. Als Reaktion auf Ihren Leserbrief möchte ich nachfolgend ein paar Punkte erläutern bzw. richtigstellen und verweise hierbei auch auf meinen Leserbrief vom 20. August 2010.

Es ist richtig, dass ein durch den Caritasverband geführtes Altenpflegeheim mit 25 Betten nicht mehr kostendeckend betrieben werden kann. Die Hauptfaktoren für die Wirtschaftlichkeit eines Altenpflegeheimes sind hierbei die verhandelten Pflegesätze, die vereinbarten Personalschlüssel sowie der Tarif, nach dem das Personal vergütet wird. Hier gibt es sicherlich von Träger zu Träger Unterschiede, die bei einem Vergleich zu berücksichtigen wären.

Zum anderen hatte ich bereits in meinem Leserbrief vom 20. Juli 2010 erläutert, dass wir durch die neue Landesheimbauverordnung von 2009 verpflichtet sind, in einer Übergangszeit alle Doppelzimmer in Einzelzimmer umzuwandeln sowie in den Aufenthaltsbereichen eine natürliche Belichtung sicherzustellen.

Dies hätte am Standort Bismarckstraße dazu geführt, dass nur noch 16 Pflegeplätze zur Verfügung gestanden hätten.

Ebenso hätte die vorgesehene Arbeitsgruppe am Standort Bismarckstraße nicht zu einem großen Geräuschpegel geführt, da es sich lediglich um eine Montagegruppe mit leichteren Tätigkeiten ohne den Einsatz von großen Geräten gehandelt hätte.

Die durch den Caritasverband angedachte stationäre Behinderteneinrichtung hätte den Bewohnern der Senioren-Wohnanlage die Sicherheit gebracht, auch weiterhin Krankenschwestern und Altenpflegerinnen (rund um die Uhr) erreichen zu können.

Der Caritasverband will nun die durch den Teilhabeplan in Wertheim geforderte Behinderteneinrichtung auf einem Grundstück im Hofgarten neu errichten. Erst wenn diese Maßnahme abgeschlossen ist, können wir uns wieder um eine sinnvolle Nutzung der Räumlichkeiten am Standort Bismarckstraße kümmern. Dies wird aber definitiv keine stationäre Einrichtung (mit Personal in der Nacht) sein können.