Leserbrief

Den Dekan verunglimpft

Zum Artikel "Kurpfalz-Karajan gesucht" vom 24. Oktober:

Liebe Frau Waltraud Brunst, mit Erstaunen habe ich Ihren Bericht zum Benefizkonzert gelesen. Ihre Beurteilung zu den einzelnen Laien-Dirigenten entsprach wohl eher einem Kommentar als einem Bericht. Ich frage mich schon, wie man auf die Idee kommt, den katholischen Stadtdekan, eine Person des öffentlichen Lebens, zwischen den Zeilen und auch direkt zu verunglimpfen?!

Demonstrieren Sie hier vielleicht ein Problem mit der Person oder mit der Kirche insgesamt? Das kann sein, aber dann halten sie damit hinter dem Berg oder schreiben Sie über Veranstaltungen ohne klerikale Beteiligung! Wenn ein kirchlicher Würdenträger sich bereiterklärt, für einen guten Zweck zu dirigieren, also seine Unkenntnis öffentlich eingesteht und noch den Humor besitzt, seine kirchlichen Insignien dafür zu benutzen, sollte das eher Achtung abringen als Verachtung.

Mut - trotz Angst

Ich versuche meinen Kindern immer beizubringen, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu tun. Sehr freundlich in dem Zusammenhang Ihr Kommentar über das "fluchtartige Verlassen der Bühne". Hätte Ihr Chef, Stefan M. Dettlinger, mit einem Bleistift für seine Zunft dirigiert, hätten Sie sich wahrscheinlich überschlagen vor Begeisterung. Das haben Sie bei dem Kommentar über ihn auch so schon getan. (Silke Steffens, Mannheim)